Einwohnerversammlung in Weimar-West.

Ich war erschrocken über die geringere Beteiligung der Einwohner.
Dabei ging es doch über wichtige Bauvorhaben im Wohngebiet. Zum Beispiel über Einkaufszentrum, der REWE-Markt wird nächstes Jahr von April bis September gründlich umgebaut. Der Zugang erfolgt dann nicht mehr über den Straßburger Platz sondern von Prager Straße aus, mit eigenen Parkplätzen. Das Gebäude des Getränkemarktes bleibt während der Bauzeit weiter als Verkaufsstelle erhalten und es werden weitere Räumlichkeiten als Ersatz am Straßburger Platz gesucht.
Die Informationen der Wohnungsunternehmen über ihre Vorhaben im Wohngebiet, waren auch sehr interessant. Zur Sprache kamen auch die Unsicherheiten zum Erhalt von Fördermitteln, welche immer nur begrenzt zur Verfügung stehen. Dazu gehört leider auch der Umbau des Bahnübergangs in West, welcher deshalb schon Jahre verschoben wurde.
Der Chef der Weimarer Polizei konstatiert, dass Weimar-West, wie oft behauptet, kein Kriminalitäts-Schwerpunkt ist. Bei den Straftaten überwiegen Eigentumsdelikte und Körperverletzung bei Jugendlichen.
Stadtverwaltung und Einwohner beklagten gleichzeitig, dass es zu Fehlverhalten beim Müllentsorgen und unerlaubten Parken gibt. Dazu sind die Einwohner aufgefordert wurden, die Stadt dabei zu unterstützen dies künftig besser aufdecken zu können. Denn die Polizei und das Ordnungsamt können nicht überall sein.
Weiter gab es Beschwerden von älteren Einwohnern wegen Lärmbelästigung durch die Jugendlichen. Von den Jugendlichen war leider niemand anwesend. Es wurde gefordert, dass sich die Streetworker verstärkt damit beschäftigen sollen. Ich dachte mir so, die Senioren haben aber schnell vergessen, dass sie als Jugendliche auch nicht immer nur leise waren. Zur kaputten Kinderrutsche in der Berliner Straße (angesprochen schon zur letzten inwohnerversammlung) und dem Denkmal auf dem Straßburger Platz, bekam ich vom OB eine unbefriedigende Antwort. Denn es handelt sich um private Grundstücke und die Stadt könne nur tätig werden, wenn Gefahr für die öffentliche Ordnung besteht und dann auch nur durch Ersatzmaßnahmen. Die Eigentümer sind aber von der Stadt schon angefordert worden, die Gefahren zu beseitigen.
Hier zeigt sich die eindeutige Fehlentscheidung des ersten frei gewählten Stadtrates, welcher die Grundstücke in einem geschlossenen Wohngebiet verkaufte und sich somit Handlungsmöglichkeiten aus der Hand gab.

Ich wohne gern in Weimar-West und deshalb bitte ich den Ortsbürgermeister und den Ortsteilrat sich Gedanken zu machen, wie sie die Bürger aktiver für die Belange der Ortsteiles gewinnen können.
Dazu mein Vorschlag:
Die Bürgerversammlungen sollten einmal in Quartal stattfinden. Der Ortsteilrat muss öffentlich tagen und sollte im Wohngebiet Begegnungen durchführen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
4 Kommentare
3.050
Antje Hellmann aus Jena | 15.10.2012 | 11:31  
1.003
Stanislav Sedlacik aus Weimar | 15.10.2012 | 22:48  
13.440
Uwe Zerbst aus Gotha | 28.10.2012 | 23:59  
1.003
Stanislav Sedlacik aus Weimar | 07.11.2012 | 18:33  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige