Frieden, Salam, Schalom!

Das war die Botschaft, wie ich sie bei der Mahnwache der hier lebenden Palästinenser in Weimar am Samstag den 2. August verstanden habe. Es kam zu lebhaften Diskussion mit Touristen, besonders aus Israel und interessierten Einwohnern. Die Diskussion war nicht immer einfach. Was mir aber aufgefallen ist, dass sich beide Seiten hauptsächlich nur mit den Folgen und nicht mit den Ursachen, welche zum Gaza-Krieg geführt haben, beschäftigten. Die Aussage vom preußischen General Carl von Clausewitz "Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" waren Viele nicht bereit zu akzeptieren. Die Zehn Hamas-Forderungen an Israel (Frankfurter Rundschau 21.07.2014) waren den diskutierenden kaum bekannt und man wollte sie auch nicht hören.

Trotz der verschiedenen Meinungen machte sich die Sorge um die Verschärfung der Situation im Gaza-Streifen breit. Keine Militäroperation der Israelischen Armee, ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft, kann eine Lösung für den Gaza-Streifen sein, wo circa 1,82 Millionen Einwohner leben, sondern das Ende des Krieges.

Deshalb forderten die Palästinenser in Weimar die Hamas und Israel auf, die Resolution des Sicherheitsrates der UNO, "sofortige und bedingungslose humanitäre Waffenruhe" einzuhalten. Weiter sollen Hamas und Israel unter Vermittlung der UNO sofortige Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe in Kairo beginnen.

Die weisen Worte des Jüdischen Gelehrten Claude J. G. Montefiore für eine Welt ohne den Krieg, sollte uns Mahnung sein:
Schalom -„der Friede, der allein versöhnt und stärkt, der uns beruhigt und unser Gesichtsbild aufhellt, uns von Unrast und von der Knechtung durch unbefriedigte Gelüste frei macht, uns das Bewusstsein des Erreichten gibt, das Bewusstsein der Dauer, inmitten unserer eigenen Vergänglichkeit und der aller Äußerlichkeiten.“

Hintergrundinformationen zum Gazastreifen: Amnesty International Report 2012

Fläche: 360 km²

Bevölkerung: ca. 1.710.257 (Stand: Juli 2012); 50% der Menschen sind jünger als 15 Jahre. Der Gazastreifen zählt zu einer der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt. Die Menschen sind bis zu 80% von externen Hilfslieferungen abhängig.

Armut: 40% Arbeitslose, 38% leben unterhalb der Armutsgrenze.

Humanitäre Krise:
Das von Israel verhängte nahezu vollständige Exportverbot hat die Wirtschaft lahmgelegt. Auch die Stromversorgung wird durch Israel reglementiert. Zugleich führen strenge Importbeschränkungen zu Engpässen im Warenangebot und zu Preiserhöhungen. Wegen der scharfen Kontrollen am einzigen Grenzübergang Rafah hat sich die Versorgung Gazas hauptsächlich auf die über 1000 Tunnel verlagert, die nach Ägypten gegraben wurden. Durch sie werden u.a. Lebensmittel und Baumaterialien transportiert. Wegen des Verdachts auf Waffenschmuggel werden die Gänge häufig von der israelischen Luftwaffe bombardiert. Die Blockade stellt eine Kollektivstrafe für die Bewohner des Gazastreifens dar und verstößt somit gegen das Völkerrecht.
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