Gedanken am Denkmal der Märzgefallenen in Weimar

Wie jedes Jahr, haben die Vertreter des DGB-Kreisverbandes Weimar/Weimarer-Land und alle im Stadtrat vertretenden Parteien, am 13. März, auf dem historischen Friedhof Weimar, am ,,Denkmal der Märzgefallenen“, der Ermordeten gedacht.
Acht junge Arbeiter und eine Arbeiterin, waren am 15. März 1920 während des Kapp-Lüttwitz-Putsches auf der Straße vorm Volkshaus erschossen wurden. Der Kapp-Lüttwitz-Putsch vom 13. März bis 17. März 1920, war ein Umsturzversuch der radikalen Rechten. Nach anfänglichen Erfolgen brach der Putsch durch den von Gewerkschaften organisierten Generalstreik zusammen.
Zwölf Millionen Männer und Frauen, Alte und Junge, Gelernte und Ungelernte schalteten ihre Maschinen aus, hängten ihr Werkzeug an den Nagel, schliossen ihre Schalter. Generalstreik!: Alle Räder stehen still...
Gestreikt wurde gegen den Putsch, gegen die politische und militärische Lobby des Staatsstreichs, gegen die drohende Militärdiktatur, gegen die Restaurierung vorrevolutionärer monarchischer Zustände. Und gestreikt wurde: für Demokratie, selbst für jene nach „Weimarer" Art. Gestreikt wird für die im Jahr 1919 in Kraft getretene Verfassung. Gestreikt wird für die - wenngleich unvollkommenen Errungenschaften aus der Deutschen Novemberrevolution, für den 8-Stunden-Arbeitstag, für bürgerliche Freiheiten, für bürgerliches Recht.
Im bewegten Worten sprach der Weimarer OB Stefan Wolf zu den Anwesenden. ''Wir dürfen diese Opfer für unsere Demokratie nie vergessen!''
Am gleichen Sonntag hat die AfD mit ihren Losungen ''Keine Flüchtlinge, Deutschland den Deutschen und die Bundeskanzlerin Angela Merkel muss weg'' viele Protestwähler erreicht. Für unsere Demokratie ist der Siegeszug der AfD in den drei Landtagen eine sehr ernste Bedrohung.
Es kommt jetzt darauf an, mit allen Kräften bis zur Bundestagswahl den Gedanken der Solidarität wieder zu stärken. Denn nicht die Flüchtlinge sind ein Problem für die Menschen, sondern der hausgemachte Mangel an bezahlbarem Wohnraum, an guten öffentlichen Einrichtungen, Gesundheitsversorgung, guten Jobs. Wir brauchen eine soziale Offensive, eine starke soziale Grundlage unserer Demokratie.
Landtagspräsident Carius (CDU) sagte zur Weimarer Republik folgendes:
„Gescheitert ist die Weimarer Republik nicht an ihrer Verfassung, sondern in erster Linie an den Antidemokraten, die ihre vorhandenen Schwächen ausnutzten.“
Deshalb muss die Zivilgesellschaft dafür sorgen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.
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