Gedenken an die Märzgefallenen in Weimar und aktuelle Mahnung!

Der Kapp-Lüttwitz-Putsch vom 13. März bis 17. März 1920, war ein Umsturzversuch der radikalen Rechten. Hintergrund war die Forderung der Alliierten nach Entwaffnung und Auflösung der Freikorps-Verbände. Die Erfüllung dieser Forderung sollte die Übernahme der Regierungsgewalt durch Vertreter der antirepublikanischen Kräfte verhindern. Nachanfänglichen Erfolgen brach der Putsch durch den von Gewerkschaften organisierten Generalstreik zusammen. Bei den Kämpfen bzw. den unmittelbar anschließenden, gegen die vielerorts mobilisierten Arbeiter gerichteten Repressionsmaßnahmen, kamen etwa 250 Menschen in Thüringen, davon 9 in Weimar gewaltsam zu Tode, die Verletzen wurden nicht gezählt. Am Montag, den 15. März 1920, begann der Generalstreik auch in Weimar. Am frühen Nachmittag fand dazu eine Versammlung im Volkshaus statt, weil der Saal voll war, standen Viele noch auf der Straße. Die angerückten Naumburger Jäger sollten die Straße räumen und setzen gegen die unbewaffneten Menschen Schusswaffen ein. Acht Arbeiter und eine Arbeiterin wurden erschossen, 35 Arbeiter wurden zum Teil schwer verletzt. Am 18. März 1920 fand die Beerdigung der Gefallenen unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. Seitdem finden zum Tag der Beisetzung, am 18. März eine Gedenkveranstaltungen am Denkmal statt. Wie jedes Jahr, haben auch dieses Jahr die Vertreter des DGB-Kreisverband Weimar/Weimarer-Land, der SPD, DIE LINKE und GRÜNE am Sonntag, den 16. März um 10 Uhr auf dem Hauptfriedhof Weimar, am ,,Denkmal der Märzgefallenen“, der Ermordeten gedacht. In bewegten Worten sprach der stellv. Vorsitzende des DGB HessenThüringen Sandro Witt zu den Anwesenden.'' Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch''! Diese Worte müssen als Warnung vor einer zunächst zwar gebannten, aber immer noch drohenden Gefahr von Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus stehen. Leider sind die von der DGB eingeladene Stadträte von CDU, FDP und Weimarer Werk nicht erschien. Warum nicht? Die demokratischen Parteien müssen doch dafür Sorge tragen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Die Urenkel der Kapp-Putschisten, die Neonazis von heute, haben am 15. März in Kirchheim bei Arnstadt ihren alljährlichen Landesparteitag der NPD durchgeführt und verhöhnten die Einwohner mit dem Transparent: ''Wir bedanken uns bei den Kirchheimern für die Gastfreundschaft''. Die Bürgerinitiative „Kirchheimer gegen Rechts“ braucht weiter unsere unterstützung. Wenn wir heute Zivilcourage zeigen, brauchen wir morgen keine Helden.
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