Gelebte Demokratie

In der Zeitung las ich über den Protest von der Elterninitiative „Schulleitung – JETZT“ - Humboldt-Gymnasium Weimar gegen den neuen Schulleiter. Deshalb bin ich am Freitag den 2. September um sieben Uhr vor die Schule, um mich zu informieren, denn ich verstehe diese Aktionen tatsächlich nicht. Seit sieben Jahren gibt es keinen Leiter an der Schule und erst seit der R2G Regierung wird lautstark um diese Stelle protestiert. Anwesende betonten aber, dass die Protestaktionen nicht politisch sind, sie hätten nichts gegen die R2G-Regierung, vermissen aber Gespräche mit dem Ministerium und sehen dass als Missachtung der Elterninitiative, welche sich Sorgen um ihre Kinder machen.

In einem offenen Brief „Schulleitung – JETZT“ an die Ministerin Dr. Klaubert fordert die Elterninitiative: Der neue Schulleiter muss eine mehrjährige Leitungserfahrung an einer Schule haben und eine mehrjährige Unterrichtpraxis. Aber welcher Schulleiter wird wohl freiwillig von seiner Schule, wo er akzeptiert wird zum Humboldt-Gymnasium nach Weimar West gehen, wo die Schulkonferenz seit sieben Jahren jeden Bewerber ablehnt hat? Aber wo kann ein Schulleiter seine Leitungserfahrung erlernen, wenn an den Schulen nur Erfahrene akzeptiert werden?.

WAS SCHULLEITER ALS FÜHRUNGSKRÄFTE BRAUCHEN (www.schulewirtschaft.de) Besetzung von Schulleiterstellen: Bewerber müssen nicht Beamte, dürfen aber auch keine Externen sein. Die Besetzung erfolgt auf Lebenszeit. Das Verfahren liegt ganz in den Händen der Schulaufsicht bzw. des Kultusministeriums, die auch die Auswahlgespräche führen. Eine Eignungs-feststellung durch Assessment-Center ist nicht die Regel. Besetzungsprobleme deuten auf Handlungsbedarf beim Nachwuchs-Scouting und bei der systematischen Führungskräfteentwicklung hin.

Somit liegt das Problem doch beim Beamtenrecht, was zu ändern wäre, damit der Schulleiter aus dem eigenen Lehrerkollegium eingesetzt werden kann. Nur so kann eine solche Situation gelöst werden.

Leider bekam ich bei der DEMO vor der Schule nicht das Wort und wurde aufgefordert die Protestveranstaltung zu verlassen, was ich auch tat.

Was wollte ich dort sagen:

Die Forderung zur Änderung des Beamtenrechts sollte aufgegriffen werden, damit aus der Schule heraus sich die Pädagogen als Schulleiter bewerben können.

Es ist nicht in Ordnung, wenn die Ministerin oder Staatssekretärin keine Zeit für die Eiterinitiative hat.

Aber auch vor Ort die demokratisch gewählten Stadträte im Bildungs- und Sportausschuss und das Staatliche Schulamt Mittelthüringen in Weimar hat zu lange die Situation zu gelassen und in sieben Jahren dafür keine Lösung gefunden.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige