Gemeinsam unsere Demokratie verteidigen!

Die Vertreter des DGB-Kreisverband Weimar/Weimarer-Land, der SPD,
DIE LINKE, Neue Linke und Weimarer OB Stefan Wolf habe am Sonntag den 18. März um 10 Uhr auf den Hauptfriedhof Weimar am ,,Denkmal der März gefallenen“, die ermordete vom 15. März 1920 geehrt, welche sich während des Generalstreiks gegen den Kapp-Putsch am 15. März zu einer Kundgebung mit anderen im Volkshaus-Weimar versammelten und dort von den meuternden Soldaten der Reichswehr tödlich angegriffen worden.

Der Kapp-Putsch vom 13. März 1920 war nach nur fünf Tagen gescheitert und richtete sich gegen die von SPD, Zentrum und DDP getragene Regierung unter Gustav Bauer (SPD).
Der Kapp-Putsch brachte die Republik an den Rand eines Bürgerkrieges und zwang die Reichsregierung zur Flucht aus Berlin. Viele Soldaten trugen als Ausdruck ihrer völkischen Gesinnung ein weiß gemaltes Hakenkreuz am Helm.

Das ,,Denkmal der Märzgefallen" wurde am 1. Mai 1922 feierlich enthüllt. Entworfen hat es der damalige Direktor des Bauhauses Walter Gropius im Auftrag des Gewerkschaftskartells.
Die Erinnerung an die „roten Märzgefallenen“ war im Nationalsozialismus unerwünscht und die moderne Gestaltung des Denkmals galt als „entartete Kunst“, deshalb wurde es im Februar 1936 zerstört.
1946 wurde das Denkmal rekonstruiert und zum ersten Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald gab es hier ein Gedenken.

Da wir alle dafür Sorge tragen müssen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt, machte es mich nachdenklich, dass die Vertreter von den anderen demokratischen Parteien und auch alle anderen Weimarer OB- Kandidaten sich nicht an dieser Veranstaltung beteiligt haben.
Erneut wollen die Urenkel der Kapp-Putschisten, die Neonazis von heute, am 1. Mai 2012 in Weimar marschieren. Das gilt es mit allen Kräften zu verhindern. Dagegen hilft nur ein Aufstand den Anständigen.
Wenn wir heute Zivilcourage zeigen, brauchen wir morgen keine Helden.

Stanislav Sedlacik, 99427 Weimar
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