ISEK in gemeinsamer Sitzung des Behinderten- und Seniorenbeirates vorgestellt…

Wann? 01.03.2012 17:00 Uhr

Wo? Johannes Landenberger Schule, Schubertstraße, 99423 Weimar DE
Claudia Geiken (ww) vom Behindertenbeirat als Protokollantin, Jens Elschner, OB Stefan Wolf (SPD) und Joachim Trommsdorf (auch SPD)
Weimar: Johannes Landenberger Schule | Ihre monatlichen Sitzungen halten der Senioren- und Behindertenbeirat der Stadt Weimar sonst immer getrennt ab. Nur zu bestimmten Themenkomplexen, tagen sie manchmal gemeinsam. So wurde beiden Gremien nun in einer Veranstaltung das erst kürzlich im Weimarer Stadtrat verabschiedete Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) in der Landenberger Förderschule durch den Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) im Beisein von zuständigen Mitarbeitern aus dem Stadtplanungsamt vorgestellt.

Der Vorsitzende des Behindertenbeirates, Jens Elschner, übernahm die Sitzungsleitung. Ca. 40 Personen, inclusive einiger Gäste, interessierten sich für diese Konzeptvorstellung und stellten dazu auch vielseitige, interessante Fragen.

Die Vizevorsitzende des Behindertenbeirates, Petra Seidel, bedankte sich beim Oberbürgermeister für seine Bereitschaft, das Konzept auch einmal in diesen beiden Gremien vorzustellen und bringt auch die Wichtigkeit eines solchen Konzeptes zum Ausdruck. Allerdings warf sie die Frage hinterher, wieso eigentlich genau diese beiden Gremien nicht mit in die Erarbeitung desselben eingebunden worden sind.
Freilich ist es so, dass die Senioren- und Behindertenbeauftragte in den Arbeitsgruppen zur Erarbeitung mit integriert war, allerdings erscheint es unlogisch, alles nur auf sie, als einzigste Ansprechpartnerin allein abzuwälzen. Dazu gibt es doch die Beiräte unter anderem auch!

Die Belange/Bedürfnisse von behinderten Menschen können nur Berücksichtigung in einer Planung/einem Konzept finden, wenn sie von den Betroffenen selbst eingebracht werden. Sonst gehen diese zumeist unter. Selbst Fachleute aus dem Planungsbereich können nicht alles wissen, was z. B. zu beachten ist, um auch den Ansprüchen und Notwendigkeiten von Menschen mit Handicap gerecht werden zu können.

Weitere wichtige Fragen an den OB waren in Folge dann z. B.: Wie wird die Naturerhaltung berücksichtigt, oder was kann getan werden, um zukünftig in den Gaststätten, Geschäften, Arztpraxen, öffentlichen Einrichtungen usw. einzuwirken, dass überall eine Barrierefreiheit zur Pflicht wird oder dass z. B. in vorgenannten Objekten generell Behindertentoiletten vorhanden sein müssen, oder was wird gegen die im Wege stehenden Werbeaufsteller unternommen, wie soll es nun im Schießhaus (Bebauung) weitergehen usw.

Eine der wichtigsten Fragen überhaupt, war allerdings die, wann denn nun endlich auch das Rathaus einmal barrierefrei wird, da dieser Auftrag des Behindertenbeirates schon seit seiner Gründung, im Jahre 1999 besteht. Hierzu konnte der OB berichten, dass die Planung hierzu bereits vorhanden ist und nun der Stadtrat noch für die Umsetzung des Projektes seine Zustimmung für die Haushaltsgelder 2013 geben muss.
Aber auch Fahrzeugparkprobleme wurden angesprochen oder die Frage nach weiterem barrierefreien Wohnraum usw.

Mit am Interessantesten war es, zu erfahren, dass im Weimarer Stadtmuseum ein Modell der Stadt Weimar steht, wo z. B. auch Sehbehinderte die Stadt erkunden bzw. sich ertasten können. (Gebäude usw...)

Aber auch die Berichterstattung von Herrn Scholz, der einer von 4 Bürgerarbeitern in diesem Sektor ist, war sehr aufschlussreich. Von ihm konnte man erfahren, was die 4 Bürgerarbeiter alles so machen. Doch, was wären auch sie, ohne die große Hilfe und Unterstützung von Sylvia Engel, die ebenso Mitglied im Behindertenbeirat ist und derzeit eine befristete Stelle im Büro der Senioren- und Behindertenbeauftragten belegen darf? Hierfür gilt Frau Engel, die selbst im Rollstuhl sitzend, hier eine ganz hervorragende Arbeit leistet, ein ganz besonderes Dankeschön! Mit Rat und Tat, steht Sylvia Engel stets zur Verfügung, wenn es um Belange von Behinderten geht...

Der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Stadtrat Trommsdorf, erinnerte noch einmal an das Anliegen, welches in seinem Beirat zur Sprache kam, doch den Pavillon im Weimarhallenpark mit einem Kaffee- und Konzertangebot wieder als Treff, vor allem für die Seniorinnen und Senioren zurück zu holen, wie es früher schon einmal war und bat hier den OB um seine Unterstützung. Alles in allem, ist es jedenfalls eine sehr interessante, aber auch mit kritischen Augen gesehene Veranstaltung gewesen.
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13 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 11.03.2012 | 15:24  
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Petra Seidel aus Weimar | 11.03.2012 | 17:51  
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Karin Jordanland aus Artern | 11.03.2012 | 20:37  
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Renate Jung aus Erfurt | 12.03.2012 | 00:11  
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Petra Seidel aus Weimar | 12.03.2012 | 07:57  
3.865
Karin Jordanland aus Artern | 12.03.2012 | 08:39  
5.691
Petra Seidel aus Weimar | 12.03.2012 | 09:04  
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Renate Jung aus Erfurt | 12.03.2012 | 17:39  
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Petra Seidel aus Weimar | 12.03.2012 | 17:57  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 13.03.2012 | 03:09  
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Renate Jung aus Erfurt | 13.03.2012 | 22:15  
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Hannelore Grünler aus Artern | 14.03.2012 | 07:07  
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Renate Jung aus Erfurt | 14.03.2012 | 22:42  
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