Krankenpflegeschule feiert 125-jähriges Bestehen

Sophie Möller (r.) ist im 2. Ausbildungsjahr Schülerin der Krankenpflegeschule des Sophien- und Hufeland-Klinikums. In dieser Woche ist sie auf der Kinderstation eingesetzt. Baby Janis und Mama Jasmin Reichenberger fühlen sich in der Obhut der angehenden Krankenschwester sichtlich wohl.
Weimar: Weimar | Den Schieber-Spülautomaten möchte Rosmarie Grunert heute nicht mehr missen. Er gehört zu den zahlreichen technischen Errungenschaften, die in Krankenhäusern Einzug gehalten haben; Krankenschwestern und Pflegern die Arbeit erleichtern. Der technische Fortschritt hat aber nicht die hohen Erwartungen an das Pflegepersonal gemindert.

Wer den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers bzw. -pflegerin, so die offizielle Bezeichnung, erlernen möchte, hat sich ein tiefgründiges medizinisches Fachwissen anzueignen, muss Einfühlungsvermögen mitbringen und körperliche Nähe zulassen können. „So viel wie in keinem anderen Beruf“, erklärt Rosmarie Grunert. Sie muss es wissen, schließlich leitet sie die Krankenpflegeschule des Sophien- und Hufeland-Klinikums.

Die Schule kann in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiern. Im September soll deshalb eine Festwoche stattfinden – organisiert von der Schulleiterin, Conny Bartelt von der Stationsleitung der Onkologie sowie Öffentlichkeitsarbeiterin Doreen Päsel. Geplant ist auch ein Geburtstagsempfang. Schon heute sind dazu alle Absolventen der Schule herzlich eingeladen. Ab der kommenden Woche können sie sich auf der Internetseite des Klinikums für die Veranstaltung anmelden.

3310 Krankenschwestern und Krankenpfleger haben seit dem Gründungsjahr 1887 eine Ausbildung an der Schule durchlaufen. Wobei diese in den ersten Jahren nur wenige Wochen dauerte. Eine erste Bundesverordnung für die Pflegeausbildung gab es erst 1906. Damals wurde eine einjährige Lehrzeit mit anschließender Prüfung gefordert. Eine einheitliche Ausbildungsstruktur für die Pflegekräfte gibt es erst seit etwa 80 Jahren.

Seit ihrer Gründung ist die Krankenpflegeschule dem Krankenhaus angegliedert. Theorie und Praxis, so Päsel, könnten so eng miteinander verbunden werden. Das hat offensichtlich auch zu DDR-Zeiten überzeugt. Die konfessionelle Krankenpflegeausbildung war damals als einzige christliche Berufsausbildung zugelassen.
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