Kultur ist GUT für alle

Frank Lange - Kreisvorstand DIE LINKE Weimar und Rudolf Keßner Stadtrat – Bündnisgrüne Weimar, protestieren zu Beginn der Podiumsdiskussion zur Zukunft des DNT mit einem Banner, betreffend das 11. Plenum des ZK der SED vor 50 Jahren. Diese gilt nach heutiger Geschichtsschreibung als Kahlschlag-Plenum in die Geschichte ein und verordnete der Kulturpolitik damals eine neue Eiszeit.

Aber beim 11. Plenum waren auch fünf Schriftsteller anwesend und meldeten sich zu Wort. Christa Wolf übte Kritik an der Kulturabteilung, indem sie sagte, dass nicht die Literatur an der Unmoral der Jugend Schuld wäre, sondern „eine Leere, in die unsere mangelnde geistige offensive Anziehungskraft Teile der Jugend geführt hat, durch die Hohlräume entstanden sind, in die jetzt selbstverständlich fremde, feindliche Ideologien eindringen.“ Sie kritisierte den vorherrschenden Ökonomismus, weil er keine anderen Ziele als Wohlstand propagierte.

Und auch heute ist das streben nach immer mehr Konsum ohne große eigene Leistung auf Kosten von Anderen, besonders in der Dritten Welt eine Gefahr für unsere Demokratie.

Es ist ein gutes Recht von Frank Lange und Rudolf Keßner, welche gleichzeitig zwei stadtbekannte Kommunalpolitiker sind, gegen die Landesregierung zu protestieren. Sie fordern den Status quo für das DNT, bei sinkender Einwohnerzahl in Thüringen und bei einer durchschnittlichen Steuerkraft pro Einwohner im Osten von zirka 57 Prozent des Bundesdurchschnittes.

Aber auch die Stadt Weimar muss das DNT mitfinanzieren, auch wenn die Kultur nur eine freiwillige Aufgabe ist! Und es gibt nicht nur einen Vertrag mit dem DNT. Es gibt auch eine breite Kultur- und Sportbetätigung für die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in Weimar. Für diese Breitenkultur muss auch weiter gekämpft werden, denn das ist eine wichtige Präventionsarbeit und holt die Betroffenen von der Straße.

Der OB Stefan Wolf sagte und schrieb mehrfach, dass es an Geld fehlt im Stadtsäckel und nach letzten Info´s sind es zirka 5 Millionen Euro. Diese fehlende Summe wäre allein durch die Anhebung der Weimarer Hebesätze auf den Thüringer Durchschnitt zu erreichen. Aber die Stadtratskoalition von CDU + Weimarwerk + Bündnisgrüne, blockiert die Anhebung der Weimarer Hebesätze.

Frank Lange und Rudolf Keßner sollen nicht nur permanent fragen, was die Landesregierung für das DNT tun kann und muss, sondern Sie müssen auch die Frage beantworten, was Sie als stadtbekannte Kommunalpolitiker für die Finanzierung der Breitenkultur in Weimar selbst tun wollen?
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