Luther 2017 – Zitate in schwarz-weiß

Die Scherenschnitt-Ausstellung von Erika Schirmer ab 9. August in Weimar, im Palais - Schardt ist sehenswert. Der Scherenschnitt kommt aus China und in Deutschland war er in der Goethezeit und im 19. Jahrhundert sehr beliebt. Auch heute haben Scherenschnitte ihre Bewunderer, wie die über 200 Gäste bei der Eröffnung der Ausstellung zeigten. Zu Beginn sang der Chor „Lebensfreude“ und es wurde mit Unterstützung von vielen Besuchern auch die „Kleine weiße Friedenstaube“ gesungen. Danach würdigte der Landesbeauftragte zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums „Luther 2017“ Dr. Thomas A. Seidel die Künstlerin.

Erika Schirmer wurde am 31. Juli 1926 im jetzigen Polen geboren. Durch den 2. Weltkrieg verlor sie ihre Heimat und fand ein neues zu Hause in Nordhausen. Sie arbeitete viele Jahre als Kindergärtnerin und Sonderpädagogin. Um Kindern und Jugendlichen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen bessere Therapiemöglichkeiten zu bieten, erarbeitete sie eine Fibel für die Behindertenpädagogik. Sie schrieb Lieder, Gedichte und Kurzgeschichten, dabei beschäftigte sie sich meistens mit dem Harz und der Stadt Nordhausen.

Erika Schirmer wurde auf Grund ihres künstlerischen Schaffens und sozialen Engagements am 4. Mai 2014 die Ehrenbürgerwürde der polnischen Stadt Czerwiensk und am 7. Mai 2014 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Nordhausen verliehen.

Die ,,Taube‘‘ von Picasso habe die Künstlerin inspiriert und sie komponierte das weltbekannte Lied von der „Kleinen weißen Friedenstaube“. Eine Besucherin, tief beeindruckt von diesem Lied sagte zu mir: Warum gibt es wieder Kriege? Ich sagte: Die Deutschen haben aus Ihrer Geschichte nichts gelernt. Sie haben 1989/90 die Grenze beseitigt und heute wählt die Mehrheit die Parteien, welche die jungen deutschen Soldaten in neue Kriege schicken und somit fremde Länder ins Chaos stürzen. Heute sind viele Deutsche über die Kriegsflüchtlinge im eigenen Lande schockiert und wollen nicht war haben, dass unser Land Mitverantwortung trägt für diese Kriegsflüchtlinge.

Die Landtagsabgeordnete Karola Stange (PDL) führte mit der Künstlerin ein interessantes und wertschätzendes Gespräch über Ihre Kunst und über den Kampf für den Frieden.

„Friede gilt mehr denn alles Recht, und Friede ist nicht um des Rechtes willen, sondern Recht um des Friedens willen gemacht. Darum, wenn ja eines weichen muss, so soll das Recht dem Frieden und nicht der Friede dem Rechte weichen“.
Das lehrt uns heute Martin Luther, 1483-1546, deutscher Theologe und Reformer.
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