Massive Einsparungen bei der Awo in Apolda: Beratungsstelle schließt

Die Tür schließt sich: Beratungsstellenleiterin Regina Lange, Katja Glybowskaja als stellvertretende Awo-Vorstandsvorsitzende und Sozialpädagogin Sandra Geier bedauern, dass künftig in Apolda keine Beratungen mehr für Kinder, Jugendliche und Eltern angeboten werden können.
Den geforderten Richtlinien des Landes wird die Awo mit ihrem Beratungsangebot für Eltern, Kinder und Jugendliche auch im neuen Jahr entsprechen können. Doch der bisherige qualitativ hohe Status Quo kann nicht aufrecht erhalten werden. Mit 60 000 Euro weniger muss man 2012 auskommen. „Das ist in keiner Art und Weise zu kompensieren“, erklärt die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Katja Glybowskaja.

Harte Einschnitte sind notwendig. Deshalb wird ab dem 1. Januar die Beratungsstelle in Apolda geschlossen sein. Die Awo konzentriert sich künftig – auf Betreiben des Landratsamtes – auf einen Standort. Dieser befindet sich in der Weimarer Lisztstraße. „Wir befürchten aber, dass vielen unserer Klienten aus Apolda und Umland der Weg nach Weimar zu weit sein wird“, bedauert die bisherige Beratungsstellenleiterin Regina Lange die Entwicklung.

Weimars zentrale Lage sowie die Räumlichkeiten in der Lisztstraße gaben dem Ausschlag, sich für diesem Standort zu entscheiden. Hier werden die beiden Beratungsteams zusammengefasst, aber leider nicht komplett. Eine Psychologin wird ihren Arbeitsplatz verlieren. Auch bei den Verwaltungsmitarbeitern wird eingespart. Ein Sozialarbeiter hat sich bereits einen neuen Arbeitsplatz gesucht. Zu befürchten ist, dass durch das gestraffte Angebot gerade im präventiven Bereich Abstriche notwendig sind.

In den letzten Jahren hatte man sowohl in Weimar als auch in Apolda viel erreicht mit speziellen Angeboten für Kinder, die von der Trennung der Eltern betroffen sind. Auch Gruppen, in denen sich Jugendliche treffen konnten, denen es am Selbstvertrauen mangelte, werden wohl in diesem Maße nicht mehr angeboten werden können.

Tag der schließenden Tür:
Das Team der Apoldaer Beratungsstelle will sich von den langjährigen Wegbegleitern, Kooperationspartnern und Unterstützern sowie aktuellen und ehemaligen Klienten verabschieden. Am 30. November wird daher von 14 bis 16 Uhr zu einem „Tag der schließenden Tür“ in die Beratungsstelle in der Karl-August-Straße 2 eingeladen.
Rückblickend auf 19 Jahre Beratungstätigkeit in Apolda soll gemeinsam überlegt werden, wie die bestehenden Angebote und die aufgebauten Strukturen sowie Netzwerke trotz Aufgabe des Standortes weitestgehend erhalten und bewahrt werden können.

Kontakt:
Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Weimar, in der Lisztstraße 19 geöffnet. Telefonisch ist die Beratungsstelle zu erreichen unter 03643/502121.
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