Mehr Rücksicht auf Behinderte

In seinem Büro nutzt der blinde Joachim Leibiger viele technische Hilfsmittel.
Der Höhenunterschied zwischen Straße und Gehweg beispielsweise sei zu niedrig, um die Bordsteinkante als Orientierung für den Blindenstock zu nutzen. Sechs Zentimeter seien normal, so Leibiger. „Zwei Zentimeter bekomme ich nicht mit.“

Der Unterschied zwischen Gehweg und Straße verschwindet für den Nicht-Sehenden. Er sei allein durch New York gelaufen. Aber in Weimar habe er immer wieder Probleme. Das wirke sich auch auf den Tourismus aus. Zehn Prozent aller Touristen seien behindert, davon wiederum zehn Prozent seh- oder hörbehindert. „Man muss schauen, dass man dieses Klientel nicht verprellt“, mahnt er an.  

Er selbst engagiert sich für seine Schicksalsgefährten ehrenamtlich als Vorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenverbandes in Thüringen. Ein weiteres Ärgernis: Durch die neue Hundesatzung muss er nach zehn Jahren noch einmal nachweisen, dass er seinen Hund auch wirklich als Blindenführhund be­nötigt und damit steuerbefreit ist. „Bei Neubetroffenen sehe ich das ja ein“, so Leibiger. Aber in seinem und ähnlichen Fällen wünsche er sich mehr Rücksichtnahme. Diese Sensibilität kann man lernen. Da ist sich Leibiger sicher.  
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Regina Kleiber aus Sondershausen | 30.12.2013 | 22:25  
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