Mehr tun als nur reden!

Das Weimarer Dreieck, hat nur dann eine Zukunft, wenn die Bürger mit einbezogen werden. Das war der Grundtenor bei der Veranstaltung im Weimarer Rathaus am Sonntag den 26. Mai 2013. Am 28. August 1991 haben sich drei Außenminister aus Deutschland, Frankreich und Polen in Weimar getroffen und haben das Weimarer Dreieck gegründet (seither finden diese Treffen der Außenminister jährlich statt). Ziel des Weimarer Dreiecks war anfangs die Aufnahme Polens in die EU und NATO, heute geht es um aktuelle europäische und internationale Themen. Seit 1998 finden auch Treffen der Staats- und Regierungschefs statt. Das letzte Treffen des französischen und polnischen Staatspräsidenten mit der deutschen Bundeskanzlerin fand am 7. Februar 2011 in Warschau statt. Mit dem Ziel, künftig auch die Bürgerinnen und Bürger in den Prozess einzubeziehen, wurde das Komitee zur Förderung der Deutsch-Französisch-Polnischen Zusammenarbeit e.V. (Weimarer Dreieck) zur Förderung der Verständigung und Freundschaft der Nachbarländer Polen, Frankreich und Deutschland als Teil Europas gegründet. Nun scheint es aber nicht so richtig zu klappen, denn es wurde bei der Veranstaltung mehrfach gefordert, dass sich die Zivilgesellschaft mehr engagieren solle. Nur die Zivilgesellschaft wird im modernen Sprachgebrauch in der Soziologie und in der Politik als ein Bestandteil der Gesellschaft definiert, die nicht Auswuchs staatlichen Handelns ist, sondern ihr Handeln und der Kooperation einzelner Menschen oder gesellschaftlicher Gruppen verdankt. Nun hat aber keine Zivilgesellschaft das Weimarer Dreieck geschaffen, sondern die Politik. Die Forderung der Politik nach mehr Veranstaltungen in Weimar, im Sinne des Weimarer Dreiecks, ist ohne staatliche Mittel nicht möglich. Hier trifft ein Französisches Sprichwort zu:,, Ein Mensch/Verein ohne Geld ist wie ein Wolf ohne Zähne.“ Das Filmfestival Trikolore kann nicht stattfinden, das Thüringische Wirtschaftsministerium fördert die Veranstaltung nicht mehr und die Stadt kann es allein nicht tragen. Die „fête de la musique“ kann dieses Jahr wegen des bisher nicht beschlossenen Haushaltes auch nicht stattfinden. Das Projektbüro Weimarer Dreieck, EJBW, veranstaltet vom 28.08. – 04.09. 2013 eine interkulturelle Begegnung im Weimarer Dreieck. Ein deutsch-polnisch-französisches Seminar kostet für Teilnehmer aus Polen und Frankreich 40,00 €, für Deutschland 60,00 €. Das Brutto-Durchschnittseinkommen in Jahr ist in Deutschland ca. 28.950 Euro in Frankreich 28.847 Euro, aber in Polen nur 11.428 Euro. Dazu kommen noch die Unterschiede in den Regionen und den Branchen. Können sich Jugendliche aus Polen überhaupt die Veranstaltung in der EJBW leisten? Es gibt viele Fragen, welche weiter diskutiert werden müssen. Aber das Weimarer Dreieck existiert und wir müssen damit noch viel offensiver umgehen. Hier müssen sich Alle einbringen, die Vereine der Jugend- und Kulturarbeit, der Stadtrat, das Land. Die Bundestagskandidaten in unserem Wahlkreis 193 sollten wir im Wahljahr auch befragen, welchen Beitrag sie leisten wollen. Wie Sie das Ziel des Vereins, die Förderung der Verständigung und Freundschaft der Nachbarländer Polen, Frankreich und Deutschland als Teil Europas im Bundestag umsetzen werden.
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