Michael Rahr: Viele Opfer längst vergessen. TLZ - Weimar, 09.05.2015

Erzpriester Michael Rahr hat in seiner Rede auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Weimar am 8. Mai einen Abriss der Geschichte von der XX. Jahrhundert vorgetragen. Er hat nicht nur die ehemalige Sowjetunion und das Faschistische Deutschland wegen dem zweiten Weltkrieg als Aggressoren verurteilt, sondern auch die USA wegen dem Abwurf der Atombomben auf Hiroschima und Nagasaki und dem Vietnam-Krieg. Ich entnahm seiner Botschaft aus dieser Geschichte an die Anwesenden, dass unser Erlöser nur Jesus Christus sein kann und das Kreuz die Lösung ist.

Das ermunterte mich, etwas näher zu beleuchten, welche Rolle die Kirche spielte. Entsprechend dem christlichen Glauben, sind die Zehn Gebote GOTTES das Grundgesetz des Lebens. Und das fünfte Gebot '' Du sollst nicht töten'' haben die Christen und die Kirche nicht eingehalten. Die Wehrmachtsoldaten trugen an Ihrem Koppelschloss einen Hakenkreuzadler mit der Umschrift GOTT MIT UNS. Es gab dort Militärgeistliche, sie hießen Feldseelsorger bzw. Wehrmachtpfarrer. Das die Deutschen aus dem zweiten Weltkrieg nicht gelernt haben, dafür fand er keine Worte. In der Bundeswehr wirken Priester, Pastoralreferenten und Pastoren als
Militärseelsorger. Der Verteidigungsminister Dr. Peter Struck (SPD) am 12. November 2005 in Bordenau: '' Die Bundeswehr steht nicht aus Eigenmächtigkeit im Kosovo oder in Afghanistan, sondern weil sie durch eine große Mehrheit im Parlament (Bundestag) dorthin geschickt wurde....''

Erzpriester M. Rahr sprach auch über Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, welche in der Sowjetunion nach dem Krieg im GULAG wegen Kollaboration mit dem Feind eingesperrt waren. In der historischen Arbeit, Perejaslawels Ostarbeiter '' Lebendige Wahrheit, lebendiger Schmerz'' steht: Zwischen Ende 1941 und Anfang 1944 waren 2,4 Millionen Ukrainer nach Deutschland deportiert. Zuerst haben die Deutschen mit sehr verlockenden Versprechungen für Freiwillige geworben. Als die Ukrainer von Freiwilligen über die schrecklichen Arbeitsbedingungen in Deutschland erfahren haben, fanden sich keine Freiwilligen mehr und es begann die Deportation.
''Am 26. Mai 1942 hat man uns, junge Männer und Frauen versammelt und in Begleitung von eigenen (Ukrainischen) Polizisten nach Perejaslav gebracht und danach mit dem Zug nach Deutschland.''
Erzpriester M. Rahr sprach nicht über etwa eine Million Sowjetbürger, welche in den Ostlegionen der Wehrmacht, in der Wlassow-Armee in der Waffen-SS gegen die Sowjetunion gekämpft haben.
Zum Beispiel: die Gesamtzahl der Letten, die in Polizei, SS- und Wehrmachteinheiten kämpften, wird auf rund 110.000 geschätzt. Jährlich findet in Lettlands Hauptstadt Riga ein Marsch zum Gedenken an die Angehörigen der lettischen Waffen-SS-Division statt. Und das Bundessozialgericht in Kassel hat lettischen Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS am 18.12.1998 grundsätzlich Anspruch auf eine Kriegsopferrente zugebilligt.

*Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch!* So lautete die aktuelle Botschaft des Oberbürgermeisters Stefan Wolf auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof.

Recht hat er und somit hat meiner Meinung nach Herr Erzpriester Michael Rahr an diesem 8. Mai 2015 das Thema verfehlt.
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