Ministerpräsidentin gratuliert einer "90-Jährigen" – Mitteldeutsche Kirchenzeitung Glaube und Heimat feiert Jubiläum

Ministerpräsidentin Thüringens, Christine Lieberknecht, gratuliert der Mitteldeutschen Kirchenzeitung "Glaube und Heimat" zum 90. Geburtstag
Weimar: Landgut Holzdorf | Es klingt fast wie eine Anekdote, wenn die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht von ihrer Arbeit als Theologin für die evangelische Kirchenzeitung Glaube und Heimat erzählt. "Es war für mich als junge Pastorin schon eine Herausforderung, Andachten für die gesamte Leserschaft der Kirchenzeitung zu schreiben."
Dabei erinnert sich Christine Lieberknecht an eine Andacht zu Pfingsten 1989, wo sie aufgrund eine Druckfehlers in der Angabe der Bibelstelle, eine Andacht über die statistische Aufzählung des Volkes Israel schreiben musste, was nun überhaupt nichts mit den Thema zu hatte. Sie hat dennoch einen Bezug dazu gefunden und findet es jetzt immer noch amüsant, wie der damalige Chefredakteur Gottfried Müller eine kleine Erklärung dazu packen musste. Glaube und Heimat als Medium hat für Christine Lieberknecht, als evangelisches Landeskind Thüringens, ein Alleinstellungsmerkmal. Aufgewachsen in einem Pfarrhaus, gab es für sie dort natürlich die Kirchenzeitung und diese begleitete die Theologin während ihres Studiums, als Pastorin bis hin zur jetzigen Tätigkeit in der Thüringer Staatskanzlei. Für die Ministerpräsidentin stellt der Blick in den mitteldeutschen Raum und die Verbundenheit mit dem Glauben einen guten Bezug zur Heimat her.
Im Grußwort vom Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Reiner Haseloff, heißt es: "Die Kirchenzeitung hat sich gerade in der damaligen DDR als kritische Stimme behauptet und Alternativen zum real existierenden Sozialismus diskutiert."
Landesbischöfin Ilse Junkermann (EKM) und Kirchenpräsident Joachim Liebig (Anhalt), Vorsitzender des Evangelischen Presseverbandes in Mitteldeutschland erinnern in ihren Begrüßungen an die Bedeutung einer Kirchenzeitung in einer Zeit, wo es die Kirche nicht leicht hat und wo es überhaupt Printmedien nicht leicht haben. "Daher ist es ein besonderer Grund zur Freude, dass Woche für Woche eine Zeitung entsteht und einen festen Leserstamm besitzt und es die Kirchenzeitung nach 90 Jahren noch heute gibt.", erklärt die Ilse Junkermann.
Als Zeitzeuge berichtet Herr Kersten, mittlerweile ebenfalls 90 Jahre alt, wie er sich 31 Jahre als Druckereileiter in den schweren Anfängen der Druckkunst in der DDR behaupten musste und wie die ersten Ausgaben der Kirchenzeitung nach dem Krieg entstanden. Chefredakteurin Dietlind Steinhöfel und Wieland Henze, Thüringens bekanntester Büttenredner, lassen im Zwiegespräch "Prof. Leserbriefschreiber" lebendig werden und nehmen so manche heikle Themen auf die kabarettistische Schippe.
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Hannelore Grünler aus Artern | 24.05.2014 | 11:50  
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