Mit den Naziverbrechen stärker auseinandersetzen!

Mit der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 bekam die Judenverfolgung im Deutschen Reich eine neue, grausame Dimension: Überall brannten in Deutschland Synagogen, Scheiben jüdischer Geschäfte wurden zertrümmert, Wohnungen verwüstet, jüdische Bürger misshandelt und ermordet.
Nach dem Pogrom hatte die Gestapo etwa 30.000 deutsche Juden verhaften und in Konzentrationslager bringen lassen. In das KZ Buchenwald wurden 9.845 Männer aus ganz Deutschland eingeliefert und in einer abgegrenzten Zone westlich des Appellplatzes in fünf scheunenartigen Baracken gefangen gehalten. Die Lebensbedingungen waren menschenunwürdig, sanitäre Einrichtungen gab es kaum, Wasser war Mangelware.

Das ganze ist erst 74 Jahre, also ein Menschenleben her und wohl Vielen nicht bewusst, dass sich dies jederzeit wiederholen kann.

Die Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit der deutschen Geschichte ( Freud und Leid) spiegelt sich an dem Datum 9. November wie an keinem anderen Tag wieder.

Für mich ist der 9. November vor allem ein Gedenktag an die Opfer des Faschismus und immer auch Mahnung für alle Demokraten, Antisemitismus und menschenverachtenden Ideologien entschieden entgegen zu treten.

Natürlich gab es am 9. November auch Freude über die Maueröffnung, aber vergessen wir nicht, dass die europäische Teilung die bittere Konsequenz aus dem 9. November 1923 und dem 9. November 1938 war.
Die neuen Nazis sind bereits wieder aktiv und die Aufklärung ihrer Verbrechen viel zu schleppend.
Wer die Geschichte nicht kennt, wer nicht bereit ist daraus zu lernen, der ist verdammt, sie zu wiederholen. Davor müssen wir aber unbedingt unsere Kinder und Enkel bewahren.
Ich danke besonders den jungen Menschen für ihre Teilnahme am Gedenken in Buchenwald.
Heidrun Sedlacik, MdL
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Uwe Zerbst aus Gotha | 11.11.2012 | 20:57  
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