Neues Bauhaus-Museum Weimar.

Welche Aufgabe hat ein Museum? Heute sind die Grundlagen der Museumsarbeit - Sammeln, Bewahren, Forschen sowie Ausstellen & Vermitteln, nachzulesen bei (www.lostart.de / www.kulturgutschutz-deutschland.de). Aber dort steht nichts über die Museumsgebäude. Deshalb stelle ich mir die Frage: Kommen die Touristen nach Weimar, wegen den Museumsgebäuden oder wegen den Ausstellungen? Am Montag hat die Berliner Architektin Prof. Heike Hanada ihren Entwurf vom neuen Bauhaus-Museum den interessierten Bürgern vorgestellt. Sie hat zwei wichtige Fragen von den besorgten Bürgern nicht beantwortet. Welche Baukosten kommen auf die Auftraggeber zu? Und wie hoch werden die Betriebskosten sein? Im Internet sind aber dazu entsprechende Programme vorhanden. Der Präsident der Klassik-Stiftung Weimar, Hellmut Seeman sagte, dass der Bund max. 22,6 Mio. Euro Fördermittel dafür bewilligt hätte und die endgültigen Baukosten werden Ende dieser Woche bekannt gegeben. Hallo? Warum nicht schon heute Abend, wo interessierte Bürger doch gerade dies wissen wollen. Er hätte viel zu tun, war seine Antwort. Oberbürgermeister Stefan Wolf hat auch die Fragen der besorgten Bürger nicht ernst genommen. Die Straße und damit verbundene Rückzahlung von Fördermitteln wäre gesichert. Die Verlegung der Einfahrt in die Tiefgarage ist geklärt und die Grünanlage zu errichten und zu pflegen wäre auch gewährleistet. Einwände, was mit dem Untergrund der ehemaligen Minol-Tankstelle passieren muss, um das Museum dort überhaupt errichten zu können wurden zerstreut. Alles wäre unter staatlicher Kontrolle. Die Stadt hat noch heute keinen Haushaltsplan für 2014 beschlossen, aber der OB verkündet, dass sie bereit ist bis Sommer 2018, dann soll das Museum eröffnet werden, ca. 9 Mio. zu investieren. Das halte ich für sehr abenteuerlich!
Ich bin ein selbständiger Handelsvertreter im Maschinenbau. Wenn ich meinen Kunden solch ein Angebot unterbreite, wie ich es am Montagabend erlebt habe, d.h. ich den Kunden nicht den Preis und die Betriebskosten erklären kann, schmeißen sie mich raus und ich brauche mich nicht mehr sehen lassen.
Ich weiß, dass schon sehr viel Geld in die Planungen geflossen ist, trotzdem finde ich es nie zu spät, auch Alternativen ernsthaft zu diskutieren. Äußerst interessant und diskussionswürdig finde ich nämlich den Vorschlag vom Weimarer Architekten und ehemaligen Bauhaus-Professor Kurt Lembcke: Die Klassik-Stiftung sollte auf einen Neubau verzichten und die freiwerdenden Flächen im Landesverwaltungsamt nutzen, die jetzt schon doppelt so groß ist wie derzeit am Theaterplatz.
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Antje Hellmann aus Jena | 02.12.2013 | 14:09  
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