Spinat statt Pferdefleisch

Der Grießbrei kommt bei Antje Störzner nicht aus der Tüte. Im Kindergarten in Keßlar wird das Mittagessen aus frischen Zutaten gekocht.
Blankenhain: Keßlar | Lasagne essen die Kleinen im Kindergarten in Keßlar besonders gern. Doch sollte das die Eltern der Kinder derzeit nicht verunsichern. Tiefkühlprodukte, die mit Pferdefleisch gestreckt wurden, kommen hier nicht auf den Tisch. Dafür sorgt Antje Störzner. Sie arbeitet als Hauswirtschaftskraft in der Einrichtung und versorgt Kinder und Erzieherinnen täglich mit frisch gekochtem Mittagessen.
„Wir legen großen Wert auf gesunde Ernährung“, erklärt Simone Dudda. Sie leitet die Christliche Kindertagesstätte „St. Martin“, dessen Betreiber die Diakoniestiftung ist. Deshalb ist sie froh, dass die Küche bis heute erhalten werden konnte. Das ging aber nicht ohne das Engagement der Eltern. Diese zahlen zusätzlich zur Mittagsportion von 1,25 Euro monatlich 20,50 Euro Küchenpauschale.

Die Vorteile liegen für die Kindergartenleiterin auf der Hand. Die Kinder dürfen sich oft ihr Lieblingsessen wünschen und die Bedürfnisse von Allergikern können besser berücksichtigt werden. „Man kann auch sehr viel zusätzlich anbieten“, sagt Simone Dudda und verweist auf den täglichen Nachtisch und das gesunde Freitagsfrühstück, das schon eine lange Tradition hat. Auch die Kinder werden aktiv einbezogen. Sie betreiben einen eigenen Kräutergarten. Petersilie, Schnittlauch und Co. werden dann von Antje Störzner weiterverarbeitet.

Die anderen Zutaten liefern ortsnahe Händler oder werden selbst eingekauft. Alles kommt frisch in die Küche. Das lässt der Köchin viel Freiraum, den sie gern nutzt. „Ich probiere immer mal etwas Neues aus und versuche, den Kindern viele Gemüsesorten nahezubringen“, erzählt Antje Störzner. Dabei erlebte sie schon so manche Überraschung. Denn neben den bei allen Kindern beliebten Nudeln mit Tomatensoße steht Spinat-Lasagne ganz oben auf der Hitliste der Kleinen. Doch auch Wirsing oder Ebly kommen auf den Speiseplan. „Ich merke schnell, ob es den Kindern schmeckt oder nicht.“ Was nicht ankommt, kocht Antje Störzner dann nicht wieder. „Aber“, sagt die Köchin, „vorher muss man die Kinder probieren lassen.“
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