Thomas Müntzers Utopie vom Land der Freien und Gleichen!

Um diese Utopie Thomas Müntzers drehte sich alles auf der diesjährigen
Konferenz der LINKEN "Kultur neu denken" am 12. und 13. Mai 2012 in
Mühlhausen/Thüringen.
Dank der Erfindung des Buchdruckes und durch Martin Luthers Übersetzung der Bibel ist "Gottes Wort" breiteren Schichten der Bevölkerung bekannt geworden.
Die Fürsten forderten seinerzeit von den Bauern immer mehr Abgaben,
sie beschränkten deren Gewohnheitsrechte und zwangen sie in die
Leibeigenschaft.
Das führte in deutschen Gebieten von 1524 bis 1526 zum Großen
Bauernkrieg. Die Aufständischen beriefen sich dabei auch auf das
„göttliche Recht“ und Luthers Schriftprinzip sola scriptura.
Wie Luther, erklärten sich die Bauern bereit, ihre Forderungen fallen
zulassen, sobald man ihnen aus der Bibel ihr Unrecht beweise.
In dieser Zeit ist Müntzer, ein evangelischer Theologe in
Mühlhausen, zum Wortführer der Bauern geworden.
Seine Forderungen richteten sich nicht nur gegen den Papst und die
geistliche Obrigkeit, wie bei Luther, sondern in erster Linie gegen
die weltliche Ordnung.
In seiner spiritualistischen Theologie vertrat Müntzer die Meinung,
dass nicht die Schriftgelehrten und ihr Bücherwissen, sondern die
Visionäre die wahrhaftigen Interpreten des Alten und Neuen Testaments
seien. Und auch heute werden die Visionäre und Vertreter der
Befreiungstheologie, welche sich auf die biblische Apostelgeschichten
berufen, von den Kirchenoberen bekämpft.
Müntzers mahnenden Worte "Die Herren machen es selbst, dass ihnen der
arme Mann Feind wird" haben auch heute noch nichts von ihrer
Aktualität eingebüßt!
Die Forderung mancher Konferenzreferenten, den Theologen Müntzer vom
Ideologen und Propagandisten zu trennen, stellt die Frage nach dem
,,Warum“ in den Raum.
Die Haltungen von Luther und Müntzer stehen sich im
Bauernkrieg kontrovers gegenüber. Luther sieht die Obrigkeit als von
Gott gegeben an und stellt sie damit grundsätzlich nicht in Frage.
Thomas Müntzer dagegen sieht in der Reformbewegung, die Möglichkeit
eine grundlegende Änderung für die elendige Lebenslage der Bauern zu
erreichen.
Die Thomas Müntzers Utopie vom Land der Freien und Gleichen ist weiter aktuell!
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