TTIP ? CETA ? TISA ? Keine Ahnung was ist das?

Nach den letzten Umfragen sind nur noch 39 Prozent der Deutschen für das Freihandelsabkommen, zwischen USA und EU genannt TTIP, das ist der niedrigste Prozentsatz in Europa.
Die EU selbst schätzt ein, das TTIP könne den Europäern jährlich Vorteile im Wert von 119 Milliarden Euro bringen. Das Münchener Ifo-Institut schätzt in einer Studie für das Bundeswirtschaftsministerium ein, dass in Deutschland bis zu 110.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn das Abkommen tatsächlich im großen Stil Handelsbarrieren beseitigt. Europaweit würden sogar rund 400.000 Arbeitsplätze entstehen, schreiben die Forscher. Und zwar vor allem gut bezahlte Jobs in der Autoindustrie, im Maschinenbau und der Elektrotechnik, aber auch bei Chemie- und Pharmaherstellern. In den USA, so glauben die Forscher, würden vor allem in der Agrarindustrie Stellen geschaffen.
Aber nicht alle Bürger der EU sind davon überzeugt!
Deshalb haben 375 europäische Organisationen aus 25 EU-Ländern am 3. März 2015, einen offenen Brief an die Europa-Abgeordneten gerichtet,
Was wollen die 375 Organisationen von den EU-Abgeordneten? Transparente Verhandlungen, kein Investitionsschutz und kein Abbau von Arbeits-, Umwelt-, Verbraucher- und Sozialstandards. Sie fordern, dass das Europäische Parlament, TTIP und weitere Handels- und Investitionsabkommen CETA und TISA ablehnen. Diese Abkommen dienen nicht dem öffentlichen Interesse, sondern dienen der Sicherung der Konzernprofite. Damit wird die Demokratie und der soziale Frieden in der EU im Frage gestellt .
Was kommt denn da eigentlich auf uns Bürger zu? Warum gibt es so viel Skepsis bei den Deutschen gegen ein Freihandelsabkommen mit der USA?
Die erste Freihandelszone in der Welt, genannt Nafta, haben die USA, Kanada und Mexiko im Jahre 1994 gegründet. Diese habe die versprochenen Vorteile nicht gebracht, weil es gar nicht dafür konzipiert gewesen war. Naftas Hauptanliegen sei nicht der befreite Handel gewesen, sondern die Befreiung multinationaler Konzerne von öffentlichen Verpflichtungen in den USA, in Kanada und Mexiko und letztendlich auf der ganzen Welt.
Barack Obama sah das offenbar ähnlich, bevor er Präsident wurde. „Nafta verschrotten oder reparieren?“, wurde er 2007 gefragt, und er antwortete, Nafta gehöre verbessert, denn es solle nicht bloß für die „Wall Street“, sondern auch die „Main Street“ gut sein.
Selbst die Weltbank ist skeptisch: "Die Lektionen aus Nafta sind, dass freier Handel allein ohne signifikante politische Reformen nicht genug ist."
Es ist des Bürgers gutes Recht, dem Staate seine Mitwirkung zu verweigern, wenn diese Mitwirkung für ihn zur Erniedrigung wird. Mahatma Gandhi.
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