Visionen für Berlstedt

Blick auf den Angelteich in Berlstedt: Er gehört zu jenem Areal, für das Erfurter Gartenbaustudenten ihre ganz eigenen Vorschläge zur Neugestaltung entwickelt haben.
Berlstedt: Gemeindesaal | „Die Studenten hatten alle Freiheiten, nur die Schulen sollten bitteschön stehen beleiben“, wiederholte Dr. Daniel Rimbach die einzige Einschränkung, die er seinen Gartenbau-Studenten von der Fachhochschule Erfurt ans Herz gelegt hatte. In den vergangenen Monaten haben sich die Studierenden ganz intensiv mit den Gegebenheiten auf einem 4,8 Hektar großen Areal in Berlstedt auseinandergesetzt, mit dessen Zustand ein Großteil der Bürger schon länger unzufrieden ist. Das Areal erstreckt sich von den Schulhöfen der Grund- und Regelschule über den Sportplatz bis hin zum Angelteich.

Auf Initiative der „Berlstedter Heimatfreunde“ kam der Kontakt mit den Studierenden zustande. Ganz unvoreingenommen machten sich die jungen Leute an die Arbeit und entwickelten ihre ganz eigenen Vorstellungen. Am vergangenen Donnerstag wurden diese im gut gefüllten Gemeindesaal öffentlich vorgestellt.

„Das sind alles erst einmal Visionen“, erklärt Helga Radziejewski von den „Heimatfreunden. „Aber wer keine Visionen hat, verwirklicht auch nichts.“ Gerade die Unbekümmertheit, mit der sich die Studierenden des Areals angenommen haben, scheint sie begeistert zu haben.

Vorbehalte aus dem Ort waren den Studierenden nicht bekannt, so wurde denn auch mal schnell das Sportlerheim verlegt, Flächen völlig neu gestaltet. Ideen wurden entwickelt von einer Eislaufbahn, die im Sommer auch fürs Skaten genutzt werden kann. Spielplätze wurden entworfen, die mit speziellen Bewegungsgeräten nicht nur Kinder, sondern auch ältere Menschen ansprechen sollen. Ein altes Gebäude wurde in eine Kunsthalle umgewidmet. Auch Streuobstwiesen und ein Naturlehrpfad könnten das Gelände nach Auffassung der Studierenden interessanter machen. Auch die Idee für einen Festplatz einten vielen Vorschläge.

Einbezogen in die Überlegungen wurde ebenso der Angelteich. Einer der Vorschläge sah zwar keinen direkten Zugang für die Schüler von den angrenzenden Schulhöfen vor, so doch aber eine Sichtachse zum Teich.
Auch an die besondere Geschichte des Areals will man erinnern. Schließlich war hier ein Außenlager des KZ Buchenwald untergebracht. Neu zu gestaltende Erinnerungsräume oder Fußspuren waren zwei der entwickelten Vorschläge.
„Das waren viele gute Ideen“, bescheinigt auch Hildrun Riske, Vorsitzende der Verwaltungsgemeischaft Berlstedt auf Nachfrage. Die Umgestaltung sollte allerdings langfristig in Angriff genommen werden. Das letzte Wort hätten die Gemeinderäte.
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