Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten. (Tucholsky)

Die letzte große politische Veränderung in Deutschland haben nicht durch die Wahlen, sondern durch eine friedliche Revolution in der DDR statt gefunden. Die DDR–Bürger haben das gelebte Motto: Kannste was, dann biste was! auf die Müllhalde der Geschichte geworfen und sich für das kapitalistische Motto: Haste was, dann biste was! bewusst entschieden. So wundert mich auch nicht, dass das was man hat auch nicht geachtet wird, da es doch selbstverständlich ist und man möchte gern mehr haben. Aber warum haben heute die Wahlen nicht die selbe Macht, wie am 18. März 1990 in der DDR? Zu erst ist das die Angst vor Veränderungen beim Bürger mit hoher Bildung und gesichertem Einkommen, welche, wie der Teufel das Weihwasser, einen sozialen Abstieg scheuen. Zum Zweiten sind das die Nichtwähler, die sich durch die Politik nicht vertreten fühlen. Diese kommen größtenteils aus den benachteiligen Schichten der Gesellschaft. Eine niedrige Wahlbeteiligung führt zur Schieflage in der politischen Repräsentanz und zu mehr sozialer Ungerechtigkeit. Aber in der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, dann kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war. (F.D. Roosevelt) Es ist wissen-schaftlich untersucht worden, dass nicht alle Nichtwähler für die Parteien auf Dauer verloren sind. Diese sind durchaus politisch interessiert und informiert. Hauptmotiv, nicht zur Wahl zu gehen, ist die Unzufriedenheit darüber, wie Politik betrieben wird. So geben 34 Prozent der Nichtwähler an, dass die Politiker "kein Ohr mehr für die Sorgen der kleinen Leute haben"; 31 Prozent sagen, den Politikern gehe es "nur um ihre eigene politische Karriere". Fazit: Wer sich bei Wahlen persönlich nicht einbringt, darf sich auch nicht wundern, wenn die gesellschaftliche Entwicklung nicht in seinem Sinne verläuft.
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