War ich beim anderen Bauhaus-Show am 25. November 2013?

Die Idee von Herr Dieter Engelstädter das neue Museum auf Stelzen zu stellen, damit der Verkehr in der Thälmannstraße weiter rollen kann, ist diskussionswürdig. Seine Aussage aber, dass die Ausführungen von der Architektin Prof. Heike Hanada, dem Präsident der Klassik-Stiftung Weimar, Hellmut Seeman und vom OB Stefan Wolf, erlebenswert waren, kann ich nicht teilen. Die zwei wichtigen Fragen der besorgten Bürger wurden nicht beantwortet. Welche Baukosten kommen auf die Auftraggeber zu? Und wie hoch werden die Betriebskosten sein? Der Präsident der Klassik-Stiftung Weimar, Hellmut Seeman sagte, dass der Bund max. 22,6 Mio. Euro Fördermittel dafür bewilligt hätte, aber die endgültigen Baukosten könnte er nicht nennen. OB Stefan Wolf hat auch die Fragen der besorgten Bürger nicht ernst genommen. Die Straße und damit verbundene Rückzahlung von Fördermitteln wäre gesichert. Die Verlegung der Einfahrt in die Tiefgarage ist geklärt und die Grünanlage zu errichten und zu pflegen wäre auch gewährleistet. Einwände, was mit dem Untergrund der ehemaligen Minol-Tankstelle passieren muss, um das Museum dort überhaupt errichten zu können wurden zerstreut. Alles wäre unter amtlicher Kontrolle. Weiter verkündete er, dass Stadt Weimar bereit ist bis Sommer 2018, da soll das Museum eröffnet werden, ca. 9 Mio. zu investieren. Das halte ich bei den klammen kommunalen Finanzen für sehr abenteuerlich! Ich bin ein selbständiger Handelsvertreter im Maschinenbau. Wenn ich meinen Kunden solch ein Angebot unterbreite, wie ich es dort erlebt habe, d.h. ich den Kunden nicht den Preis und die Betriebskosten erklären kann, schmeißen sie mich raus und ich brauche mich nicht mehr sehen lassen.
Ich weiß, dass schon sehr viel Geld in die Planungen geflossen ist, trotzdem finde ich es nie zu spät, auch andere Alternativen ernsthaft zu diskutieren. Äußerst interessant und diskussionswürdig finde ich nämlich den Vorschlag vom Weimarer Architekten und ehemaligen Bauhaus-Professor Kurt Lembcke: Die Klassik-Stiftung sollte auf einen Neubau verzichten und die freiwerdenden Flächen im Landesverwaltungsamt nutzen, die jetzt schon doppelt so groß ist wie derzeit am Theaterplatz.
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