Was tun mit Gebäuden, die wir nicht brauchen?

In ländlichen Regionen gibt es zu viele freie Wohnungen. Im Osten Deutschlands ist fast jede zehnte Wohnung leer, aber auch in strukturschwachen Gebieten im Westen Deutschlands wachsen die Leerstände. Ende 2014 seien im Osten insgesamt 580.000 Wohnungen nicht vermietet gewesen, in den Westen waren es rund 76.000, sagte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen in Berlin. Aber in den Ballungszentren verschärft sich dagegen die Situation und steigende Mieten sind die Folge der hohen Nachfrage.

Deshalb müssen Lösungen her! Damit beschäftigte sich die Konferenz ''LeerGut'' vom 31. Juni bis 1. Juli in Apolda, veranstaltet von der IBA Thüringen und Wüstenrot Stiftung.

Leergut ist eine wiederverwendbare Verpackung, deshalb war das Tagungsgebäude gut gewählt. Der Eiermannbau in Apolda ist ein herausragendes Denkmal der Architektur-moderne und Industriebaukultur und steht seit 1980 unter Denkmalschutz. Das Fabrikgebäude war 1906-1907 errichtet worden, überstand das Kaiserreich, die Weimarer Republik, Nazideutschland, die DDR, aber nicht die politische Wende 1989/90 und trotz vielfältiger Bemühungen ist seit vielen Jahren leer.

Im Vorfeld der Konferenz fand ein IBA Campus 2016 statt, eine Zukunftswerkstatt Eiermannbau ''think global act local'' (denke global, handle lokal). Ein IBA Campus findet jährlich statt mit einem internationalen und interdisziplinären Kollektiv aus Studierenden und Absolventen aus dem Bereichen Kunst, Design, Architektur, Planung, Wirtschaft und aus weiteren Bereichen. Die Aufgabe dieses Jahres war: Die Reaktivierung des Eiermannbaus in der Stadt Apolda.
Die Ergebnisse wurden bei der IBA Konferenz ''LeerGut'' am 30. Juni 2016 präsentiert. Welche Vorschläge zur Wiedernutzung des Eiermannbaus umgesetzt werden können, wird sich hoffentlich bald zeigen.

Die Konferenz ''LeerGut'' beschäftigte sich mit leerstehenden Gebäuden und ihrer Nutzung in der Zukunft. In Thüringen sind es zirka 45 Tausend. Die Referenten aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Lettland haben den Teilnehmern konkrete Beispiele für die Finanzierung, den Betrieb, die Gestaltung, und die Nutzung leerstehender Gebäude, nicht nur auf dem Lande, sondern auch in Ballungszentren vorgestellt. Nach F. W. Raiffeisen - Eine Idee wird zum Erfolg. „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.“ Oder auch ''von ich zum wir''.

Weitere Info´s unten https://www.iba-thueringen.de/
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