Wer möchte nicht gern zur Mittelschicht gehören?

Aber Achtung, die Mittelschicht schrumpft in Deutschland immer mehr.

Das sind die Ergebnisse einer Studie des Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin. Wer zur Mittelschicht gehört, das wird über das Durchschnitts-einkommen entschieden, wer also ein Jahreseinkommen zwischen 17.000 und 50.500 Euro hat, darf sich dazu zählen. Hierzulande gibt es Abstiegsängste der Mittelschicht und Angst macht anfällig für einfache Antworten. Und das beschert den Populisten in unserem Land einen starken Zulauf was sie für ihre völkischen Pläne ausnutzen.

Aber worin liegen denn die wirklichen Ursachen für das Schrumpfen der Mittelschicht?

Im September 2008 ging die US-Investmentbank Lehman Brothers unter, das war der Auftakt der globalen Finanzkrise. Doch seit dem großen Crash hat sich kaum etwas geändert. Kein einziger Bankchef sitzt im Gefängnis, unbeherrschbare Risiken wuchern, Banken können Staaten weiterhin erpressen. Die nächste Krise ist nur eine Frage der Zeit. "Die Demokratie", mahnt Hugo Bänziger, "überlebt keine zweite Bankenkrise".
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Warum-eine-neue-Fina...
Das letzte deutsche Banken-Rettungspaket umfasste rund 500 Milliarden Euro Steuergelder und dieses Geld fehlt dem Staat für notwendige Konjunktur-programme, was Arbeitsplätze und auch gute Löhne sichern und somit den Mittelstand stärken könnte.

Die soziale Ungleichheit nimmt weltweit dramatisch zu. Im letzten Oxfam-Bericht lasen wir, dass 62 Menschen inzwischen genauso viel besitzen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – noch vor einem Jahr waren es 80. Ein Grund für diese Entwicklung sind Steueroasen. Aber auch Deutsches Schwarzgeld liegt weltweit in Steueroasen. Dem Fiskus gehen dadurch Jahr für Jahr geschätzt 100 Milliarden Euro verloren. (Focus, 24.09.2015)

Die Delegierten des letzten SPD-Parteitages in Berlin, haben sich bei CETA, TTIP und TiSA mehrheitlich für den Kurs von Chef Sigmar Gabriel entschieden. Er hatte eindringlich für die EU-Verhandlungen mit den USA und Kanada geworben. Dieses Handelsabkommen wird den Mittelstand aber nach Aussage von Richard L. Trumka, Präsident des US-amerikanischen Dachverbands der Gewerkschaften AFL-CIO hart treffen. Er schätzte die Ergebnisse des Handelsabkommens zwischen Kanada, den USA und Mexiko (NAFTA), welches seit 1994 besteht, sehr negativ für die Bürger ein. „Die Löhne stagnieren in allen drei Ländern und Familien haben Mühe, die Kosten für Krankenkasse, Bildung und Wohnen und für die Rentenversicherung zu bezahlen.“ (Der Tagesspiegel vom 06.12.2014)

Wie geht es weiter, welche Möglichkeit haben wir als Bürger?

''In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn es geschieht, können Sie sich sicher sein, dass es so geplant war“ ( Zitat von USA-Präsident Franklin D. Roosevelt).
Also liegt es doch an Jedem von uns, welche Politiker gewählt werden, aber das reicht nicht aus. Wir müssen von unseren Politikern auch regelmäßig Rechenschaft über ihre Arbeit fordern. Es ist einfach sich über die Auswirkungen aufzuregen, aber Jeder muss sich schon selbst die Mühe machen, die Ursachen für die gesellschaftlichen Probleme zu erkennen.
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