Wie leben wir? Wie wollen wir leben? Thüringen Monitor 2013.

Bemerkenswert ist schon, dass die Telefonbefragung von 1.012 Bürgern
schon im Mai statt gefunden hat, aber die Ergebnisse der Öffentlichkeit erst im Dezember präsentiert werden. Ich habe den Zusammenhang bei bestimmten Aussagen nicht verstanden. Und fragte mich wo ist die Kausalität, ich vermisse die Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung. Ein Beispiel: Aussage in Abbildung 78: '' Die meisten Langzeitarbeitslosen machen sich auf Kosten der Allgemeinheit ein schönes Leben.'' Diese Frage beantworteten 56 % der Befragten mit JA und erstaunlicherweise auch 43 % Arbeitslose. Hier ist doch folgendes, der Wunsch ist der Vater des Gedankens! Das Bündnis SozialTransFair Weimar , wo ich aktiv bin, führte schon mehrere Aktionen vor dem Jobcenter in Weimar durch. Aber wir haben dort die Arbeitslosen noch nicht jauchzen vor Glück gehört, dass sie nicht arbeiten brauchen und in Saus und Braus leben können. Viel sind gedemütigt, da sie aus der Abhängigkeit vom Jobcenter nicht rauskommen können, mangels Arbeitsplätze. Es gibt junge Leute, welche auswärts arbeiten sollen, aber keine Fahrerlaubnis haben. Ihre Familie hat auch kein Geld es ihnen zu bezahlen. Oder Arbeitslose wollen sich selbstständig machen, aber ein Arbeitsloser bekommt sehr schwer einen Kredit. Wege dahin aufzuzeigen und zinslose Kredite zu ermöglichen, wären die richtige Unterstützung. Die Bundesagentur für Arbeit meldet im November 2013, dass es in Thüringen 86.491 Arbeitslose gibt, das ist eine Arbeitslosenquote von 7,4 %. Weitere 118.995 sind Unterbeschäftigte ohne Kurzarbeit, das sind Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung. Das ist eine Unterbeschäftigungsquote von 10 %. Dagegen gibt es aber nur 14.316 gemeldete offene Arbeitsstellen. Dabei ist noch zu erwähnen, dass die Arbeitslosen die vorübergehend eine geringfügige Tätigkeit ausüben, zu den Erwerbstätigen zählen. Was erwarten wir von einem Monitor des Institutes für Soziologie? Soziologie ist eine Wissenschaft, die sich mit der empirischen und theoretischen Erforschung des sozialen Verhaltens befasst, das heißt die Voraussetzungen, Abläufe und Folgen des Zusammenlebens von Menschen untersucht. Die vorliegende Studie ist aber leider in großen Teilen nur ein Gefälligkeitsgutachten für die Thüringer Staatskanzlei.
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6 Kommentare
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Antje Hellmann aus Jena | 22.12.2013 | 17:20  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 26.12.2013 | 19:42  
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Stanislav Sedlacik aus Weimar | 08.01.2014 | 13:03  
13.094
Eberhard :Dürselen aus Weimar | 08.01.2014 | 13:47  
3.050
Antje Hellmann aus Jena | 08.01.2014 | 15:28  
1.013
Stanislav Sedlacik aus Weimar | 08.01.2014 | 21:35  
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