Zur Asylpolitik in Thüringen!

Die Podiumsdiskussion am 10. Oktober im "mon ami" Weimar hat sich nur
mit den Auswirkungen der Asylpolitik in Thüringen beschäftigt, nicht
aber mit deren Ursachen.

Warum verlassen die Flüchtlinge ihre Heimat oft unter dramatischen und
strapaziösen Umständen und werden in Deutschland Asylbewerber?
Es gibt dafür zwei Gründe: eine politische Verfolgung oder kriegerische
Konflikte. Der Artikel 16a des Grundgesetzes gewährt politisch
Verfolgten Asyl. Erst wenn Asylbewerbern ihr Aufenthalt genehmigt ist,
dürfen sie arbeiten. Was manchmal Jahre dauert und widerspricht den
immer wiederholten Meldungen über Fachkräftemangel hierzulande. Deshalb
haben die Anwesenden gefordert, die Aufenthalts-genehmigung und die
Anerkennung der Schulabschlüsse von Asylbewerbern zu vereinfachen.

Wie sieht der Alltag eines Asylbewerber (meistens kommt die ganze
Familie mit) in einer Gemeinschaftsunterkunft mit 6 m² Wohnfläche pro
Person aus?
Das schilderten den Anwesenden mit bewegten Worten die Asylbewerber.
Man kann nur schlafen und essen, doch und für private Sphäre ist kein
Platz. Nur dank der Unterstützung von Hilfsorganisationen und
engagierten Ehrenamtlern sind die Lebensbedingungen von Asylbewerbern
erträglich. Dagegen stand die Meinung des Thüringischen Innenministers
Jörg Geibert (CDU), welcher versuchte, mit seiner Entscheidung über die
Aufhebung der Gutscheinregelung sowie mit der erweiterten
Residenzpflicht in Thüringen zu punkten. Aber Steffen Dittes vom
Thüringer Flüchtlingsrat widersprach auf der Grundlage des
Bundesgesetzen und bewies, dass die CDU-Regierung in Thüringen zu spät
die entsprechende Bundesgesetze umsetzt.

Der genehmigte Besuch der Flüchtlingsunterkunft in Gerstungen am
8. November 2012 für zwei NPD-Kreistagsmitglieder durch den Landrat des
Wartburgkreises Reinhard Krebs (CDU) wurde von den Anwesenden am
schärfste verurteilt. Dafür fand ein Offener Brief vom Flüchtlingsrat
Thüringen an den Landrat des Wartburgkreises einhellige Unterstützung.
Dazu bot auch der Thüringische Innenminister Jörg Geibert (CDU) dem
Flüchtlingsrat Thüringen seine Hilfe an.

Leider hat keine Diskussion zum 1. Demografie-Gipfel der Bundesregierung vom 4. Oktober stattgefunden.
Nur der Thüringische Innenminister Jörg Geibert (CDU) sprach über die
immer älter werdende Bevölkerung und die Notwendigkeit, die
Asylbewerber im NiedriglohnSektor zu beschäftigen. Aber damit wird nur
eine neue Armut geschaffen und dagegen kann die Politik nur mit einem
Mindestlohn steuern.

Angesichts des demografischen Wandels steht Deutschland vor großen
Herausforderungen. Während die Bevölkerungszahl insgesamt sinkt, steigt
der Anteil der Migranten. Schon jetzt kommt nahezu jeder fünfte
Einwohner aus einer Zuwandererfamilie. Für die Zukunftsfähigkeit
Deutschlands ist es von zentraler Bedeutung, sowohl die Potenziale der
Einheimischen als auch die der Migranten, und dazu gehören auch die
Asylbewerber, verstärkt zu erschließen.

Ich wünsche mir bald eine Diskussion zum 1. Demografie-Gipfel der
Bundesregierung im "mon ami" Weimar.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige