Zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels!

China muss auseinanderbrechen, das fordert der im deutschen Exil lebende
chinesische Autor Liao Yiwu bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Durch den Preis sollen besondere Persönlichkeiten, die sich in Literatur, Wissenschaft und Kunst für den Frieden einsetzen, geehrt. Eine demokratische Entwicklung in China durch das Auseinanderbrechen des Staates zu verlangen, ist kontraproduktiv und kann friedlich nicht durchgesetzt werden. Es würde so nur ein großes Chaos entstehen mit unvorhergesehenen Folgen auch für Deutschland. Im Juni 1989 schrieb Liao das Gedicht Massacre (deutsch: Massaker ) über die Ereignisse am Tian’anmen-Platz am 4. Juni. Aber das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking 1989 ist nur ein Mythos. Einige Jahre danach stellte der CBS-Korrespondent Roth klar: Es gab kein Massaker auf dem Tian'anmen-Platz. Nach einem offiziellen Bericht der Armee, kamen bei der Niederschlagung des Aufruhrs in anderen Teilen der Stadt insgesamt über 200 Soldaten und Zivilisten ums Leben, mehr als 3000 Menschen wurden verletzt. Doch die "United Press International", eine Nachrichtenagentur aus den USA, vermeldete am 5. Juni die Zahl der Toten mit mehreren Tausend.

Andererseits erhält der erfolgreichste zeitgenössische Schriftsteller Chinas Mo Yan, welcher in China lebt und arbeitet, von der Akademie der Wissenschaften in Stockholm den Literaturnobelpreis 2012. Über Mo schreibt Martin Walser (* 1927): "Ich halte ihn für den wichtigsten Schriftsteller unseres Zeitalters und plaziere ihn gleich neben Faulkner." Und Kenzaburô Ôe (*1935), japanischer Träger des Literaturnobelpreises 1994, sagte: "Wenn ich einen Nobelpreisträger küren dürfte, dann wäre es Mo Yan."

Ende August reiste die Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut nach China.
Das war ihr sechster Besuch seit ihrem Amtsantritt im Jahre 2005 und der zweite innerhalb des Drachenjahres 2012, welches zugleich das Jahr des 40. Jubiläums der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und China ist. Während des Aufenthalts wurden achtzehn Verträge und Vereinbarungen unterzeichnet in Höhe von 700 Milliarden US-Dollar. Für die Wirtschaft ist dies eine willkommene Unterstützung und ein deutlich positives Zeichen, denn nach einem chinesischen Sprichwort erkennt man "in der Krise wohl die wahren Freunde".

Wenn China, wie Liao Yiwu fordert, auseinanderbricht, dann wird es keine oder nur eine sehr begrenzte Möglichkeit für die von der Schuldenkrise überschattete deutsche Wirtschaft gegeben. Das hätte in Deutschland u.a. eine deutliche Steigerung der Arbeitslosigkeit und weiteren Abbau des Sozialstaates zur Folge. Die Demokratie in Deutschland würde danach von der Bevölkerung möglicherweise in Frage gestellt werden - mit alle dazu gehörenden Konsequenzen. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 17. August zum bewaffneten Einsatz der Bundeswehr im Inneren ist dafür geschaffen worden.

War das etwa die Absicht des Deutschen Buchhandels beim Verleihen des diesjährigen Friedenspreises, die Demokratie in Deutschland in Frage zu stellen?
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