Droge ist nicht gleich Droge – aber wo ist der Unterschied?

Legal Highs
 
Alkohol
 
Drogen
 

Grundsätzlich ist erst einmal festzuhalten, dass alle Drogen gefährlich sind. Doch von Droge zu Droge gibt es durchaus enorme Unterschiede. In erster Linie wird hier schon mal zwischen legalen und illegalen Drogen unterschieden. Legale Drogen sind hierzulande nicht verboten, der Besitz sowie der Konsum sind also von Gesetzeswegen erlaubt. Hierunter fallen zum Beispiel Alkohol wie

- Bier
- Schnaps
- Wein
- Tabak
- Medikamente,

Aber auch sogenannte Schnüffelstoffe zählen dazu. Doch legal bedeutet nicht gleichzeitig auch ungefährlich. Denn auch bei legalen Suchtmitteln muss sich der Konsument stets dessen bewusst sein, dass diese auch dann, wenn der Staat diese nicht verbietet, eine gewisse Gefahr für die Gesundheit bedeuten und durchaus sogar zu einer Abhängigkeit führen können. Illegale Drogen hingegen sind vor allem dadurch ausgezeichnet, dass sie grundsätzlich verboten sind. Dies betrifft sowohl die Herstellung als auch den Handel, aber auch der Besitz und der Konsum sind strafbar und werden entsprechend strafrechtlich verfolgt. Hierunter fallen beispielsweise solche Substanzen wie Heroin oder Cannabis.

Weiche vs. harte Drogen


Zusätzlich gibt es auch eine Einteilung in weiche und harte Drogen. Diese Unterscheidungsformen kommen ursprünglich aus der Rechtsprechung und sagen etwas über die Härte der juristischen Folgen aus. So wird beim Besitz und Konsum weicher Drogen in kleinsten Mengen unter Umständen auch mal ein Auge zugedrückt und die juristischen Folgen fallen eher milde aus. Hierunter fallen beispielsweise Cannabis oder auch sogenannte „Zauberpilze“, die eine halluzinogene Wirkung haben. Handelt es sich jedoch um harte Drogen, sind sowohl Besitz als auch Konsum strafbar, weshalb hier mit aller Härte juristisch durchgegriffen wird.

Viele Menschen sind allerdings der Meinung, die Begriffe „weich“ und „hart“ würden sich auf das Sucht- und Abhängigkeitspotenzial der Substanzen beziehen, doch tatsächlich hat dies überhaupt nichts damit zu tun. Denn weiche Drogen können mitunter ebenso gefährlich sein wie harte Drogen. So können also auch legale Drogen gleichermaßen die Gesundheit gefährden, wie dies bei illegalen Drogen der Fall ist.

Legale Drogen – alles über ihre Risiken und Wirkung


Es gibt viele Suchtmittel, die seitens des Staates verboten wurden, weshalb Besitz und Konsum dieser Substanzen strafrechtlich verfolgt werden. Nun gibt es aber auch sehr viele legale Suchtmittel, welche nicht durch den Staat verboten wurden. Doch bedeutet dies nicht, dass diese deshalb als harmlos und ungefährlich anzusehen sind. Denn auch legale Drogen können durchaus eine Abhängigkeit herbeiführen und dem Körper schaden.

Aufputschmittel für gute Laune


Medikamente sind kaum mehr wegzudenken, schließlich sorgen sie dafür, dass wir wieder gesund werden können. Allerdings gibt es auch solche Medikamente, die abhängig und somit auch krank machen können.

In der Medizin gibt es den Oberbegriff „Weckamine“. Dieser bezieht sich auf diverse Medikamente, von denen eine leistungssteigernde und anregende Wirkung ausgehen. Hierunter fallen zum Beispiel Amphetamine und Adrenalin, deren aufputschende Wirkung vor allem beim Sport häufig zum Missbrauch führt. Schon häufig wurden solche Substanzen zum Doping missbraucht. Meist sind diese in Form von Tabletten verfügbar, einige Substanzen werden aber auch in flüssiger Darreichungsform mittels Injektion verabreicht. Im Körper des Konsumenten kommt es schließlich zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit und Glücksgefühle machen sich breit. In einigen Fällen könnten mitunter aber auch die Sinne vernebelt werden.

Abhängig durch Medikamente


Viele Medikamente können unter Umständen zu einer körperlichen Abhängigkeit führen und schließlich typische Anzeichen eines Entzuges nach sich ziehen, die sich bemerkbar machen, sobald das Medikament wieder abgesetzt wird. Meist treten solche Nebenwirkungen auf wie etwa

- Depressionen
- Zittern
- innere Unruhe und Nervosität
- Angstzustände


Sollten solche Nebenwirkungen auftreten, müssen diese zwar eigentlich mit anderen Medikamenten entsprechend behandelt werden, doch häufig ist dies nicht der Fall. Eine Abhängigkeit von Medikamenten muss aber nicht zwingend körperlich sein, sondern kann sich auch in psychischer Form zeigen, wenn der Konsument denkt, er könne ohne das Medikament nicht mehr zurechtkommen. Hierunter fallen beispielsweise solche Medikamente wie Tramadol oder Ritalin.

Zur Ekstase geschnüffelt


Schon seit langer Zeit kennt man aus den Slums in Südamerika das sogenannte Klebstoffschnüffeln. Doch ist das Schnüffeln nicht nur in Armenvierteln gang und gebe, sondern ist auch in Deutschland an der Tagesordnung. Als Schnüffelstoff werden häufig solche Flüssigkeiten verwendet wie etwa Farben und Lacke, Benzin und Reiniger – eben all jene Stoffe, die Lösungsmittel enthalten. Eine große Gefahr geht schon alleine deshalb von diesen Substanzen aus, da sie praktisch in jedem Haushalt frei zugänglich anzutreffen sind. Damit ist es sogar Kindern möglich, diese zu erreichen. Nicht selten sind Schnüffelstoffe der Einstieg in den Drogenkonsum. Konsumiert werden Schnüffeldrogen durch Inhalieren der Dämpfe. Bereits kurze Zeit nach der Inhalation kommt es beim Konsumenten zu einem losgelösten Gefühl, allerdings hält die Wirkung nur sehr kurz an. Schnüffelstoffe können sehr schnell psychisch abhängig machen.

Häufige Nebenwirkungen beim Schnüffeln zeigen sich in Form von Bewusstlosigkeit und Kopfschmerzen, aber auch Atemnot und Übelkeit können die Folge sein. Grund dafür ist ein durch die Dämpfe ausgelöster Sauerstoffmangel, was mitunter sogar zum sogenannten „sudden sniffing death“ führen kann, einem plötzlichen Herzstillstand gefolgt vom Tod des Konsumenten. Infolge des Konsums von Schnüffelstoffen kommt es unweigerlich zu einer langfristigen Schädigung von Hirn und Organen sowie der Atemwege.

Alles Wichtige zu illegalen Drogen


Dem deutschen Staat ist es wichtig, seine Bürger nach bestem Wissen und Gewissen zu schützen. Dies bezieht sich somit auch auf berauschende Stoffe, die zum größten Teil hierzulande verboten sind. Wie bereits zu Beginn erwähnt, werden Drogen in „weich“ und „hart“ unterteilt, was sich aber nicht auf das Suchtpotenzial bezieht. Diese Unterteilung stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Unter den „weichen“ Drogen befinden sich beispielsweise solche Substanzen wie Cannabis oder Halluzinogene, deren Besitz und Konsum in Kleinstmengen mitunter straffrei ausgehen kann.

Cannabis


Häufig wird davon ausgegangen, dass von Cannabis nahezu keine Gefahr ausgeht, da schließlich nur ein sehr geringes Abhängigkeitspotenzial von dieser Substanz ausgeht. Die tatsächliche Gefahr, die von dieser Droge ausgeht, wird daher häufig enorm unterschätzt.

Ursprünglich handelte es sich beim Cannabis um eine in Indien angebaute Nutzpflanze, die zur Herstellung von Kleidung und Seilen verwendet wurde. Lange Zeit wusste man nicht um die berauschende Wirkung der Blüten einiger dieser Hanfsorten. Während die Substanz anfangs als Heilmittel verwendet wurde, konnte schon bald ein Missbrauch als Droge festgestellt werden. Schuld daran war der im Cannabis enthaltene Wirkstoff THC, der je nach Sorte der Pflanze sehr stark variieren kann. Einige Hanfsorten enthalten beispielsweise überhaupt kein THC, weshalb diese unter anderem als Tierfuttermittel dienen. Aus den THC enthaltenden Sorten hingegen werden solche illegalen Drogen wie Marihuana oder Haschisch hergestellt. Hierfür wird das Harz der Blüten verwendet, in dem sich das THC befindet.

Eine der bekanntesten Konsumformen von Cannabis ist wohl der sogenannte Joint. Hierfür werden Tabak und Marihuana vermischt, zu einer Zigarette gedreht und anschließend geraucht, wodurch die üblichen Rauschzustände entstehen. Recht geläufig sind aber auch Hanfkekse oder beispielsweise auch die berüchtigten Hasch-Brownies, in denen in der Regel Haschischöl zum Einsatz kommt.

Wirkung von Cannabis


Die Wirkung von Cannabis kann im Grunde nicht pauschal benannt werden. Was jedoch bekannt ist, ist die verstärkende Wirkung bereits bestehender Stimmungen und Gefühle. Somit sind Konsumenten, die ohnehin schon schlecht drauf sind, gefährdet in Depressionen zu verfallen, glückliche Menschen hingegen könnten durch den Konsum von Cannabis die ganze Welt umarmen. Weitere häufige Wirkungen sind Entspannung, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen und Aufmerksamkeitsdefizite. In der Folge kann der Konsument seiner Umwelt nur noch verzögert folgen und hat mitunter sogar Halluzinationen. Nebenwirkungen können beispielsweise sein:

- Übelkeit
- Herzrasen
- Angst
- Panikgefühle
- Gedankensprünge
- gestörtes Kurzzeitgedächtnis
- Kreislaufkollaps


Legal Highs – die legale Alternative zu Cannabis und Co.


Auf dem Markt gibt es inzwischen mehr als 200 verschiedene Substanzen, die zwar allesamt ähnliche Rauschzustände auslösen können wie illegale Drogen, doch sind diese aufgrund ihrer Zusammensetzung bislang nicht durch das Betäubungsmittelgesetz verboten. Mit diesen legalen Drogen, bei denen es sich zum Beispiel um sogenannte

- Kräutermischungen
- Badesalz
- Poppers oder
- Liquid Highs

handelt, möchten die Hersteller den Konsumenten eine legale Alternative zu den verbotenen Substanzen bieten. Legal Highs sorgen dafür, dass sich der Konsument frei fühlt, unbeschwert und glücklich. In diesem Sektor gibt es eine recht große Bandbreite.


Kräutermischung


Kräutermischungen sorgen in der Regel für ein beruhigendes, intensives Gefühl. In ihrer Wirkung sind sie der von Cannabis sehr ähnlich. Ein sehr angesagtes Produkt ist beispielsweise „Ganja Style“, welches zwar aus garantiert echtem Cannabis besteht, allerdings ohne THC zu enthalten.

Badesalz


Als Badesalz bezeichnete Legal Highs sind nicht etwa als Badezusatz zu verstehen. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein Partypulver der besonderen Art. Jedes Badesalz zeigt eine etwas andere Wirkung, doch allesamt haben sie eines gemeinsam: die Müdigkeit verschwindet und man erhält neue Energie, weshalb Badesalz eine sehr beliebte Partydroge ist, dank der Konsumenten die ganze Nacht durchtanzen können. Daneben wird der Konsument auch deutlich lockerer, wenn es darum geht, Gespräche mit anderen aufzubauen.

Partypillen


Partypillen haben eine ähnliche Wirkung wie Badesalz, sind aber deutlich einfacher zu konsumieren, da sie nicht als Pulver vorliegen, sondern in Tablettenform. Mit einer Partypille wird jeder noch so langweilige Partymuffel zum echten Partylöwen.

Sicherer Umgang mit Legal Highs


Konsumenten von Legal Highs oder solche, die solche Substanzen einmal ausprobieren möchten, sollten stets verantwortungsbewusst mit den Legal Highs umgehen. Hierzu zählt etwa, dass der Konsument niemals allein sein sollte, wobei wenigstens eine anwesende Person keine Legal Highs konsumieren sollte, um im Notfall eingreifen zu können. Menschen mit Ängsten oder Krankheiten anderer Art sollten von einem Konsum absehen, da die Folgen, die dadurch entstehen können, nicht abschätzbar sind. Denn jeder Konsument reagiert anders auf die Substanzen.

Während sich eine Substanz etwa beim einen Konsumenten in einer leichten Konzentrationsschwäche äußert, kann ein anderer mit einer Erkältung bereits einen schwerwiegenden Kreislaufzusammenbruch erleiden. Auch von einem Mischkonsum mit anderen Rauschmitteln sollte abgesehen werden, ebenso ist ein allzu häufiger Gebrauch nicht zu empfehlen. Ein Konsum alle paar Wochen ist sicherlich vertretbar, doch ein wöchentlicher oder gar täglicher Konsum kann schwerwiegende Folgen haben. Denn: die Menge macht das Gift.

Weiterführende Informationen auf der Fachwebseite www.Legale-Mischung.com
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