Es ist nie zu spät: Viele Wege führen in Thüringen zum Abitur

Vielfältig sind in Thüringen die Möglichkeiten, das Abitur abzulegen. Der Weg von der Grundschule zum Gymnasium ist der klassische, aber längst nicht der einzige. Foto: Gerd Altmann / pixelio.de (Foto: pixelio)
Das zweite Schulhalbjahr ist angelaufen. Jetzt heißt es für die Eltern der Viertklässler: Welche Schule soll es sein, wenn im August das neue Schuljahr beginnt? Einen Überblick bieten die Schulseiten im Internet und Besuche der Schulen an Tagen der offenen Tür. Doch für manche Eltern steht nicht die Frage nach der Schule im Vordergrund. Wichtig ist ihnen der Schultyp. Ganz oben auf der Wunschliste steht das Gymnasium.

„Es gibt eine klare, vom Kultusministerium vorgegebene Zeitleiste“, erläutert Ingo Meyer vom Staatlichen Schulamt Mittelthüringen. Vom 11. bis 16. März können Eltern ihre Kinder an allgemeinbildenden Gymnasien, Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien anmelden. Wurden die Leistungen in Deutsch, Mathe, Heimat- und Sachkunde mindestens mit „gut“ bewertet, reicht die Vorlage des Zeugnisses. Andernfalls – auch wenn eine beantragte Empfehlung nicht ausgesprochen wird – bleibt der Weg zum Gymnasium über einen erfolgreich absolvierten Probeunterricht offen. Dieser findet vom 8. bis 19. April an ausgewählten Schulen statt. Grund- und Gymnasiallehrer beurteilen die Kinder und legen nicht nur Wert auf das Lehrplanwissen, sondern auch auf die kognitiven und sozialen Fähigkeiten. Ist der Kampf um einen Platz am Gymnasium bis zur letzten Konsequenz zu empfehlen? Ingo Meyer will sich nicht festlegen: „Es ist immer das jeweilige Kind zu sehen.“ Er ist sich aber sicher, dass die Grundschullehrer das Kind am besten kennen und beurteilen können.

Eine endgültige Entscheidung über den späteren Bildungsweg ist mit dem Schulwechsel ab Klasse fünf noch nicht gefallen. „Auch nach Klasse fünf und sechs“, erklärt Meyer, „ist ein Wechsel ans Gymnasium problemlos möglich. In Thüringen geht es auch später.“ Die Lehrpläne an Gymnasien und Realschulen würden sich in diesen Jahren kaum unterschieden. Aber auch nach dem Realschulabschluss kann man an eine Gesamtschule, ein Gymnasium oder berufliches Gymnasium wechseln und das Abitur nach drei Schuljahren ablegen. Für Detailfragen stehen die Schulämter zur Verfügung.

Die Angst der Eltern, dass ihre Kinder den Anschluss verpassen, könne man aber nehmen. Meyer wirbt für die neuen Gemeinschaftsschulen, die in einem Haus mehrere Wege anbieten. „Das Abitur kann hier sowohl nach zwölf als auch nach 13 Jahren abgelegt werden.“

WEITERE INFORMATIONEN
• Broschüre „Schullaufbahnen in Thüringen – Schuljahr 2012/2013“ – vorrätig an Grundschulen und Schulämtern oder unter www.thueringen.de/th2/tmbwk/bildung/schulwesen/schullaufbahnen
• Überblick unter www.schulportal-thueringen.de/schools
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