Expertenhotline zum Thema Blasenschwäche

Wann? 01.07.2013 13:00 Uhr bis 01.07.2013 15:30 Uhr

Wo? Henry-van-de-Velde-Straße, Weimar DE
Weimar: Henry-van-de-Velde-Straße | Weltkontinenzwoche, 24. - 30. Juni 2013
Depressionen, Schwindel, Stürze – wer denkt bei den Symptomen an Blasen“schwäche“?

Expertenhotline am Montag, 1. Juli 2013 von 13.00 bis 15.30 Uhr

In Deutschland sind 6 bis 8 Millionen Menschen von Blasenschwäche betroffen. Das Wort „Schwäche“ ist irreführend. Es lässt glauben, dass es sich hierbei um ein Symptom handelt, das lästig ist und die Lebensqualität einschränkt. Die Wahrheit aber ist: Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die ernstzunehmende gesundheitliche Folgen hat und Frauen haben ein deutlich höheres Risiko an Inkontinenz als an Diabetes oder Bluthochdruck zu erkranken.

Dr. Jörg Herrmann, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Weimar: „Bis vor Kurzem waren uns die Zusammenhänge zwischen Depressionen, Schwindel, Stürzen und der Inkontinenz nicht so deutlich. Doch Studien und Zahlen sprechen eine klare Sprache.“ Die derzeitge Weltkontinenzwoche bietet eine sehr gute Möglichkeit, die Frauen über die Erkrankung aufzuklären. Denn obwohl es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten zur effektiven Behandlung der Harninkontinenz gibt, suchen diese Frauen oft erst nach einem jahrelangen Leidensweg einen Arzt auf. Für viele Betroffene im höheren Alter endet der Weg im Altersheim: Inkontinenz ist der häufigste Grund für eine Heimeinweisung, da die Pflege durch Angehörige oder Pflegedienste im eigenen Zuhause nicht mehr zu leisten ist.

Auch Dr. Jörg Herrmann unterstützt die Aufklärungsaktion über diese chronische Krankheit mit einer Expertenhotline
Am Montag, den 1. Juli steht er von 13 bis 15.30 Uhr betroffenen Frauen und Angehörigen für alle Fragen rund um die Harninkontinenz der Frau Rede und Antwort unter der Rufnummer 03643/571600.

Erfolgreiche Therapie nach korrekter Diagnose

Den meisten Frauen, die unter einer Harninkontinenz leiden, ist nicht klar, dass die Behandlung ihrer Krankheit nur dann erfolgreich ist, wenn ein Arzt die genaue Ursache für ihre Inkontinenz erkannt hat. Es werden drei Arten der Harninkontinenz unterschieden: Die Dranginkontinenz, die Belastungsinkontinenz und eine Mischform aus beiden. Hauptmerkmal der Dranginkontinenz ist der Verlust kleiner oder auch
großer Urinmengen, begleitet von dem Drang, die Toilette aufzusuchen.

Lediglich 17 Prozent aller betroffenen Frauen leiden unter einer reinen Dranginkontinenz. Demgegenüber steht die Belastungsinkontinenz, die 50 Prozent aller betroffenen Frauen vorliegt. Ohne, dass ein Harndrang verspürt wird, kommt es während körperlicher Anstrengung, Niesen oder Husten zu unwillkürlichem Harnverlust. Als Ursache dieser häufigsten Form der Harninkontinenz liegt in den meisten Fällen eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur oder generelle Bindegewebsschwäche vor. Die Erschlaffung der Muskulatur wird oftmals ausgelöst durch Schwangerschaften, Geburtskomplikationen, Übergewicht, ein Östrogenmangel in den Wechseljahren, schwere körperliche Arbeit, Operationen oder schlicht Verstopfung. Immerhin bei 33 Prozent aller Erkrankungsfälle liegt eine Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz vor.

Therapie der Belastungsinkontinenz

Wenn konservative Verfahren (z. B. Beckenbodentraining) oder Änderungen des Lebensstils (u. a. Gewichtsreduktion) keinen Therapieerfolg bringen oder keine Option sind, können minimal-invasive Verfahren eingesetzt werden. Injektionstherapien sind eine weitere Behandlungsmethode.

Besonders wichtig ist Dr. Herrmann, dass die Frauen einen Arzt aufsuchen und sich beraten lassen. Die Aussichten auf Heilung, zumindest aber nachhaltige Besserung sind sehr hoch. Frauen, die ihre Krankheit schicksalhaft annehmen, sich zurückziehen, nicht zum Arzt gehen, riskieren unnötiger Weise vermeidbare Komplikationen oder schwerwiegende Folgeerkrankungen oder Probleme auf Grund ihrer Grunderkrankung.

Expertenhotline mit Chefarzt Dr. Jörg Herrmann
Montag, 1. Juli 2013
13 bis 15.30 Uhr
Telefonnummer: 03643/571600
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