Ferienlager für Hunde

Groß (Irish Wolfhound) oder klein (Chihuahua): Für Hunde ist die Tierpension wie ein Ferienlager, weiß Hundexperte Thomas Kümmel.
Das Hotel ist gebucht, die Flugzeiten bestätigt. Doch eine Frage muss noch geklärt werden: Wohin mit dem Hund? Zum Nachbarn oder in eine Tierpension?

„Urlaub ist für Hunde immer eine Stresssituation.“ Diese Erfahrung hat Hundeexperte Thomas Kümmel aus Weimar gemacht. Reisen innerhalb Deutschlands könnten sie vielleicht noch verkraften. Doch von Ferien in südlichen Ländern rät er dringend ab. „Schon gar nicht mit dem Flugzeug!“ Die Vierbeiner seien, so Kümmel, in der Heimat am besten aufgehoben. Das sei ein aktiver Schutz vor Krankheiten.

Zuhause gibt es vielerlei Möglichkeiten. Immer öfter bieten Hundesitter ihre Dienste an. Voraussetzung für diesen Job ist eine Erlaubnis vom Veterinäramt. „Diese sollte man sich unbedingt zeigen lassen“, rät Kümmel. Und natürlich muss man großes Vertrauen in den Hundesitter setzen. Schließlich hat dieser Zugang zur Wohnung oder zum Haus.

Hundebetreuung als Nachbarschaftshilfe? „Da bin ich sehr skeptisch“, schränkt Thomas Kümmel ein. Zwar sei am Anfang die Euphorie oft sehr groß, doch die Arbeit würde leicht unterschätzt. Wenn der Nachbar arbeiten gehen muss, wird die Zeit oft knapp. Der Hund, so Kümmel, wird nur noch nebenbei versorgt. Gerade sensiblen Rassen wie beispielsweise Boxern mache das sehr zu schaffen. Und die Nachbarn hätten obendrein ein schlechtes Gewissen.

Eine Tierpension ist eine Alternative. Jedoch sollte man sich vorher genau informieren und Angebote vergleichen. Vom Veterinäramt muss auf jeden Fall eine Betriebserlaubnis vorliegen. Ein sauberer Eindruck ist wichtig. Die beste Wahl trifft man allerdings durch Empfehlungen anderer Hundebesitzer.

Auslauf mit Sonnen- und Schattenbereich sowie Unterstellmöglichkeiten bei Regen dürfen nicht fehlen. Zudem sollte in der Pension Wert gelegt werden auf einen geregelten Tagesablauf. In der Regel bieten Tierpensionen Einzel-und Gruppenbetreuungen an. „Man muss aber genau schauen, welche Tiere zusammen passen“, mahnt Kümmel. „Wenn die Zusammensetzung passt, ist das für die Hunde fast so wie das berühmte Ferienlager.“ Deshalb müssten sich Hundebesitzer nicht sorgen, dass ihre Lieblinge während ihrer Abwesenheit leiden. „Die Hunde genießen dieses Zusammensein. Herrchen und Frauchen sind schnell vergessen.“ Aber nicht für immer. Kümmel erstaunt es immer wieder, wie genau die Tiere spüren, wenn sie nach dem Urlaub wieder abgeholt werden. „Die merken, wenn der Besitzer klingelt. Dann ist die Freude groß.“
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Katrin Hebs (Hundesportverein Stotternheim) aus Erfurt | 06.11.2013 | 07:53  
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