Nur eine Frage: Braune oder weiße Eier - was macht den Unterschied

Ronald Stubendorff ist Diplom-Agraringenieur und betreibt seit vier Jahren als Direktvermarkter den Geflügelhof Umpferstedt.
Umpferstedt: Geflügelhof |

Unterscheiden sich braune und weiße Eier allein durch die Farbe ihrer Schale? Die Antwort auf die Frage weiß Ronald Stubendorff. Der Diplom-Agraringenieur betreibt seit vier Jahren als Direktvermarkter den Geflügelhof Umpferstedt.


Der Unterschied liegt in der Pigmentierung der Eierschale. Abhängig ist die Farbe von der Hühnerrasse. Die einen legen braune, die anderen weiße Eier. Es gibt sogar Hühnerrassen mit grünen Eiern. Geschmacklich ist es egal, ob man ein weißes oder ein braunes Ei isst. Das haben Blindverkostungen bewiesen. Auch beim Nähstoffgehalt unterscheiden sich beide Sorten nicht. Braune Eierschalen gelten allerdings als etwas härter. Großbetriebe bevorzugen oft weiße Eier, weil man sie besser durchleuchten und so Risse in der Schale oder Bluteinschüsse erkennen kann.

In Ostdeutschland greifen die Verbraucher vermehrt zu den braunen Eiern. Das hängt sicher mit der Vergangenheit zusammen. Die KIMs, Kombinate der industriellen Mast, produzierten zu DDR-Zeiten nur weiße Eier. Den weißlegenden Rassen wurde nachgesagt, dass sie mehr Eier legen. Durch Züchtungen ist dieser Unterschied mittlerweile aber abgeschmolzen. Heute ist es im Schnitt ein Ei mehr pro Jahr.

Zu Ostern steigt natürlich die Nachfrage nach weißen Eiern, weil man sie besser färben kann. Auf meinem Gefügelhof habe ich allerdings nur braunlegende Hühner. Aber auch deren Eier finden jetzt guten Absatz.
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Griseldis Scheffer aus Gera | 28.03.2016 | 08:35  
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