Schlacht-Chronik - kein totes Schwein, kein Blut, aber Därme, Brät und Gewürze

Eigentlich kann der Mensch fast alles, das eine schlechter, das andere besser und noch anderes wird beim nächsten Mal noch besser.

Da ich nun schon auf eine gewisse Erfahrung beim Räuchern zurückblicken kann, wollte ich mal das Wursten versuchen.

Mir schwebten schon immer so eine Art 'ungarische Knacker' vor, die ich gerne mal selber gemacht hätte. Woher das Rezept nehmen? - Na, dafür gibt es doch das Internet. Im deutschen Sprachraum war aber leider nicht das zu finden, was mir vorschwebte. So bemühte ich den Herrn Google das er mir Ergebnisse vom 'übern Teich' anzeigte. Und siehe da, hier wurde man gleich mit mehreren Rezepten fündig (wahrscheinlich von ungarischen Auswanderern).
Nun hieß es das 'richtige' herausfinden . . . ich hatte mir alle in Frage gekommenen Rezepte 'abgeschrieben' und starrte darauf. Jedes Rezept war 'anders' oder?
Ich rechnete die ganzen Rezepte auf 1kg Brät um . . . und siehe da, bis auf sehr geringe Unterschiede bei den Gewürzmengen sah es so aus, als ob die Rezepte alle 'gleich' wären. So eine Art Grundrezept. Also bildete ich einen Mittelwert und so hatte ich MEIN Rezept.
Da ich nun kein totes Schwein zur Hand hatte und mir auch das Wolfen sparen wollte, bestellte ich mir beim Fleischer eine Menge Brät zur Wurstherstellung. Dieses brauchte ich dann nur noch mit meiner vorbereiteten Gewürzmischung zu vermengen (strengt ganz schön an, das ganze mit den Händen ordentlich durch zu kneten). Einen kleinen Teil der Wurstmasse versah ich zusätzlich noch mit kleingeschittenen Chilischoten und geriebenen Käse (Bild 5) - so als Versuch.
Dann das Gemisch in die Wurstpresse und ab in den Darm. Diese Prozedur ist mir nun beim 'ersten Mal' nicht ganz so gut gelungen, da ein paar Lufteinschlüsse in den Würsten vorhanden waren. Auch ein Aufstechen der Blasen führte nicht 100%-ig zum Erfolg. Diese Würste muss man dann halt als erstes verbrauchen, da diese Stellen schneller schlecht werden können.
Dann bekamen die frischen Würstchen erst mal drei Tage Zeit sich zu erholen, zu reifen und zu trocknen.
Den Räuchervorgang spare ich hier mal aus, da es da eigentlich nichts Besonderes zu berichten gibt.
Wenn ich mir dann so das fertige Ergebnis ab Bild 17 anschaue, läuft mir doch glatt schon wieder das Wasser im Mund zusammen! Und geschmeckt hat's - sage ich euch!
Das nächste Mal werde ich die Gewürzmenge 'Paprika' noch etwas erhöhen.

Und so war auch gleich für eine Osterüberraschung gesorgt!
Guten Appetit und ein schönes Osterfest
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5 Kommentare
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 19.04.2014 | 12:11  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 19.04.2014 | 12:22  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 19.04.2014 | 12:30  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 27.04.2014 | 18:56  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 27.04.2014 | 20:47  
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