Thüringen zu Fuß - W wie Weg: Der Fünf-Schlösser-Blick

Einen Fünf-Schlösser-Blick bietet der Wilhelm-Ernst-Weg von Kromsdorf nach Schöndorf im Norden Weimars.
Kromsdorf: Schloss |

Einen Fünf-Schlösser-Blick bietet der Wilhelm-Ernst-Weg von Kromsdorf nach Schöndorf im Norden Weimars. Der Tipp kommt von Dr. Ulrike Müller-Harang von der Klassik-Stiftung Weimar.

WEG-Einstimmung: Wilhelm Ernst (1662-1728) war Herzog von Sachsen-Weimar. Er gründete die heutige „Herzogin Anna Amalia Bibliothek“ und baute Schloss Kromsdorf aus. Besucher des Schlossparks finden seine lebensgroße Büste in einer der vielen Mauernischen. Bekannt war er für seine bigotte Frömmigkeit und durch seine Auseinandersetzung mit dem damaligen Weimarer Hoforganisten und Konzertmeister Johann Sebastian Bach.

WEG-Start: Der Weg beginnt hinter Schloss Kromsdorf auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Parkplatzes und endet in Alt-Schöndorf. Beide Orte sind über Buslinien angebunden.

WEG-Markierung: Es gibt kein Symbol, doch der Wilhelm-Ernst-Weg ist gut ausgeschildert.

Mit der hellschimmernden Fassade des Schlosses Belvedere in der Ferne wird der Rundblick beschlossen.



WEG-Einschränkungen: Der Weg könnte ein wenig zugewachsen sein. Wer kurze Hosen trägt, sollte auf die Brennnesseln aufpassen. Der Weg durch die Bahnunterführung ist oft matschig. Das Holz mancher Brücken und Übergänge ist teilweise morsch und brüchig.

WEG-Länge: Für die circa drei Kilometer benötigen Wanderer maximal eine Stunde.

WEG-Pausen: Auf dem Weg liegen einige Bänke und überdachte Rastplätze - zum Beispiel an der Frau-Holle-Quelle oder unweit des Bienenhauses. Im Schlossrestaurant mit Biergarten gibt es Gegrilltes oder Tapas.

WEG-Aussichten: Auf der Wiese unterhalb der letzten Häuser von Alt-Schöndorf fällt der Panorama-Blick ins Tal unter anderem auf fünf Schlösser. Lässt man die Augen von links nach rechts wandern, sind im Nordosten hinter hohen Bäumen Park und Gutshaus Oßmannstedt zu erahnen. Weiter südlich ragt der schlanke Turm des Denstedter Schlosses empor. Am Fuße des Berghanges und unterhalb der Bahnlinie lassen sich die Konturen des Kromsdorfer Renaissanceschlosses erahnen. Die Bäume des Tiefurter Parks verbergen zwar das Schlösschen, aber dicht daneben sieht man den Tiefurter Kirchturm. Ein wenig weiter rechts ist der Barockturm des Weimarer Stadtschlosses zu erblicken. Mit der hellschimmernden Fassade des Schlosses Belvedere in der Ferne wird der Rundblick beschlossen.

Interessant am WEGesrand: Wanderer gehen entlang eines ausgetrockneten Bachlaufs. Immer wieder fällt der Blick am Rand auf Holz- oder Steinplastiken. Am Bienenhaus stehen Schautafeln rund um die Honigbiene.

WEG-Kreuzungen: Der Maria-Pawlowna-Wanderweg, der Weimarer Poetenweg und die Prinzenschneise kreuzen den Weg.

WEG im Internet: www.weimar.de
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Renate Jung aus Erfurt | 26.06.2016 | 19:09  
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