Tipps zum Deutschen Lebertag am 20. November

Privatdozent Dr. Roger Secknus ist Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Sophien- und Hufeland-­Klinikum Weimar. Er gibt Ratschläge zum Deutschen Lebertag. (Foto: Simone Schulter)
Am 20. November ist Deutscher Lebertag: Dr. Roger Secknus gibt fünf Tipps, die eigene Leber zu schützen

Die Folgen einer Leberschädigung können schwerwiegend sein. Eine fortgeschrittene Erkrankung ist oft nicht mehr rückgängig zu machen. Dies kann zu schweren Einschränkungen im Alltag (z. B. Fahrverbot), aber auch im Berufsleben führen bis hin zur Erwerbsunfähigkeit. Erkrankungen sind oft heilbar, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Die Lebergesundheit lässt sich durch wenige Blutwerte und eine Ultraschalluntersuchung überprüfen. Zur Gesunderhaltung des Organs sind folgende Punkte zu beachten:

Alkohol meiden
Lebererkrankungen sind häufig und nehmen weiter zu. Viele Auslöser liegen im Bereich alltäglichen Verhaltens. Das regelmäßige Glas Alkohol ist ein solcher Faktor.

Übergewicht bekämpfen

Viele sind sich des Risikos, das bereits leichtes Übergewicht für die Leber bedeuten kann, gar nicht bewusst. So kann eine falsche Ernährung zur Leberverfettung führen. Dies ist der erste Schritt in Richtung ernsterer Leberschäden.

Auf Lifestyle-Medikamente verzichten
Lifestyle-Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die mit guter Absicht eingenommen werden, können die Leber teils schwer schädigen. Bitte informieren Sie sich genau, was Sie einnehmen und verzichten Sie im Zweifelsfall.

Infektionen bekämpfen
Auf dem Vormarsch sind weltweit die Leberinfektionen. Gerade Hepatitis B und C, die ähnlichen Übertragungswegen folgen wie HIV, können durch geeignete Maßnahmen an ihrer Ausbreitung gehindert werden. Fragen Sie Ihren Arzt nach einer Hepatitis-Schutzimpfung. Für Kinder und Jugendliche wird sie bereits seit Jahren empfohlen.

Den eigenen Körper beobachten
Lebererkrankungen sind schmerzlos; insbesondere im Frühstadium. Selbst eine Leberzirrhose macht sich oft erst sehr spät bemerkbar. So kann sie schleichend voranschreiten und dann - für den Betroffenen scheinbar in kurzer Zeit und mit dramatischem Verlauf - zu schwerer Krankheit führen. Wenn sich die Leber „meldet", dann oft durch Erscheinungen wie Müdigkeit oder Hautjucken. Wer denkt dabei schon an die Leber als Auslöser?

Eine Bitte zum Schluss
Nicht erst seit den Problemen an einigen Transplantationszentren im Lande gibt es einen Mangel an Spenderorganen. Viele Patienten warten vergebens auf eine neue Leber und versterben, bevor ihnen ein passendes Organ zur Verfügung gestellt werden kann. Werden Sie Organspender und helfen Sie so mit, die Situation zu verbessern!
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