Wo sind sie nur die "Großeltern"?

Backaktion mit dem Großelterndienst.
Weimar: EhrenamtsAgentur der Bürgerstiftung Weimar | Großelterndienst Weimar – am Bedarf vorbei?

Der Großelterndienst Weimar ist eine schöne Idee, das wird auch immer wieder von allen Seiten bekräftigt. Der Plan: Wunschgroßeltern finden Wunschenkel/familien. Man versteht sich, man verbringt Zeit miteinander, man baut eine freundschaftliche Beziehung auf, bei der man sich gerne gegenseitig hilft und entlastet, die Kinder profitieren. So die Theorie...

2011 wurde das Angebot „Großelternpaten“ der Bürgerstiftung Weimar (entstanden 2006) in den "Großelterndienst" umgewandelt, weil sich zu wenige Paten fanden. Mit Aussicht auf eine kleine Vergütung pro Stunde, um erstmal eine Beziehung mit Abstand zu ermöglichen, die dann wachsen kann. Wenige Großeltern fanden sich, wenige Familien fanden einen Partner. Was alle Beteiligten wollten: eine Wunschgroßeltern-, Wunschfamilienbeziehung, etwas Schönes, nichts Geschäftsmäßiges. Kurios.

2014: Nur ca. alle 3 Monate bekundet eine potentielle "Wunschomi" persönliches Interesse am Großelterndienst. Opis, alle 6 Monate, wenn überhaupt. Die Angesprochenen finden das Angebot toll, wollen aber nicht aktiver Teil davon sein, trauen es sich nicht zu, haben Angst zu enttäuschen.
Fast täglich kommen Anfragen von Familien, nicht nur auf der Suche nach Betreuungsentlastung und Babysitterleistungen, weil das Wort Großelterndienst das irgendwie suggeriert, sondern nach einer schönen Ergänzung der eigenen Familie, nach Austausch, schönen Momenten (wie im Ursprungsprojekt angedacht und 2006 von der RAMA-Stiftung prämiert). Schöne Idee, aber nur „gefällt mir“ sagen reicht nicht.

Unkompliziert, unverbindlich.

Die Organisatoren des Dienstes machen sich Mühe: bieten einmal monatlich einen offenen Treff an, gemeinsame Unternehmungen, Begleitung bei Konfliktsituationen durch kompetente Beratung, Möglichkeiten des Kennenlernens ohne Verpflichtung. Unkompliziert, unverbindlich.
Die Kooperation von EhrenamtsAgentur und Familienzentrum Weimar entstand 2011 gerade deswegen. Familien und Wunschgroßeltern ein qualitativ gutes Angebot zu bieten und der hohen Nachfrage von Seiten der Familien entgegen zu kommen.

Was nun? Das Angebot „Großelterndienst“ beenden? Die Warteliste der Familien wächst, wie die Anzahl der zu verteilenden Körbe, aber die der „passenden“ Omis und Opis leider nicht.

Großelterndienst Weimar
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