Der Sport muss für die Kommune eine Pflichtaufgabe sein!

Das ist die Botschaft von einer Veranstaltung des Kommunalpolitsches FORUM Thüringen e.V. am 9. März, 2013 in der ,,Arena Schöne Aussicht“ Zella-Mehlis.

Der Bund darf die Verantwortung für den Breitensport nicht allein den Kommunen überlassen und diesen als sogenannte freiwillige Aufgabe definieren. Ein Großteil der Kommunen ist unterfinanziert, so dass sie den Unterhalt oder gar Neubau von Sportstätten nicht leisten können.
Wenn immer mehr Hallen, Schwimmbäder und Sportplätze wegen Geldmangel gesperrt werden müssen, entstehen folgende Probleme:

Ohne den Breitensport, welcher den Nachwuchs heranzieht ist ein erfolgreicher Spitzensport gar nicht möglich.
Aber durch den Spitzensport präsentieren sich die Staaten der Weltöffentlichkeit und erzeugen bei der eigenen Bevölkerung einen gesunden Nationalstolz. Die BRD kann sich nicht alle der besten Spitzensportler kaufen, so wie es die Fußballspitzenvereine tun, sondern sie ist auf den eigenen Nachwuchs angewiesen.

Besonders hart betreffen die Kürzungen die Kinder und Jugendlichen. Diese lernen im Breitensport wichtige Eigenschaften für ihr späteres Leben. Sie müssen sich in einem Team zurecht finden und dabei lernen, dass nur gemeinsam ein Sieg zu erkämpfen ist und auch Niederlagen zu verkraften. Wenn ihnen diese Möglichkeit nicht gegeben wird, werden sie ihre Freizeit auf der Straße verbringen und Einige kommen auf die schiefe Bahn. Es entsteht viel Leid bei den Opfern von Straftaten und auf der anderen Seite viele verkrachte Täter-Existenzen. Das überfordert die Jugendämter, die Polizei, die Gerichte und die Justizvollzuganstalten und das kostet den Steuerzahler dann richtig viel Geld. Also investieren wir doch lieber gleich in den Breitensport!

Zuletzt bitte nicht zu vergessen, dass der Breitensport ohne das Ehrenamt nicht zu bewältigen ist. Aber den Nachwuchs für das Ehrenamt zu gewinnen wird auch immer schwieriger. In unserer Gesellschaft gilt, nur wer Geld hat ist erfolgreich, aber mit dem Ehrenamt ist kein Geld zu verdienen, sondern man opfert seine Freizeit und sein Geld für die Allgemeinheit. Ein Hauptamtlicher Trainer verdient im Breitensport in Monat 2500,- Euro brutto und wenn er sein Stundenlohn ausrechnet, hat er und seine Familie nichts zu lachen. Dazu kommt die Unsicherheit, ob sein Arbeitsplatz bleibt. Es werden wieder dieses Jahr im Breitensport Thüringen, sechs Hauptamtliche Trainer wegen Geldmangel entlassen.

Die Kooperationsvereinbarung ,,Starker Sport, starke Städte und Gemeinden“ zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund, dem Deutschen Städtetag und dem deutschen Städte und Gemeindebund reicht nicht aus. Wir benötigen eine parlamentarische Initiative für ein Sportfördergesetz des Bundes!
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