Ein Jungspund als Trainer: Volleyballerinnen aus Magdala sind sehr zufrieden

Anweisungen vom Trainer
 
Trainer Florian Komkowski
Man könnte so vieles machen an einem freien Dienstagabend. Vor allem, wenn man erst 23 Jahre alt ist und frei von familiären Verpflichtungen. Freunde treffen zum Beispiel oder an der Konsole spielen, auch fernsehen oder ins Kino gehen. Freie Auswahl!

Florian Komkowski, Tischlermeister aus Ulrichshalben nahe Weimar, geht andere Wege. Er trainiert Volleyballerinnen. Das an sich ist nicht ungewöhnlich. Viele junge Menschen bringen sich in ihren Vereinen als Übungsleiter ein. Doch zumeist im Nachwuchsbereich. Zwischen Florian Komkowski und seinen Sportlerinnen liegen oft mehr als zehn Jahre Altersunterschied. Nach oben. Der Trainer ist der Jungspund.

Respektsprobleme? „Die gibt es nicht“, stellt der Trainer klar. „Das ist eine sehr coole Gruppe.“ Eine Einschränkung gibt es allerdings. Männer würden bei Anweisungen und Ratschlägen besser zuhören und sich ihren Teil denken. Die Frauen bringen sich aktiver ein. Florian Komkowski kennt den Unterschied, denn er spielt nicht nur selbst Volleyball, sondern hat auch schon Männermannschaften trainiert.

Nun engagiert er sich beim TSV Magdala. In die Rolle als Trainer ist er hier eher zufällig reingeschlüpft. Irgendwann zu Beginn der Saison sei er von Bekannten gefragt worden, ob er die Stadtligamannschaft der Frauen trainieren möchte und hat spontan zugesagt.

Es geht locker zu


Am Ende muss das Training Spaß machen, so könnte man den Anspruch von Florian Komkowski umschreiben. Das freie Spiel gehört deshalb immer mit dazu. Das entbindet die Frauen aber nicht von Ausdauereinheiten und taktischen Unterweisungen. Spezielle Spielzüge werden immer wieder geprobt, vor allem vor den Spielen in der Jenaer Stadtliga. „Die ist zwar eher eine Spaßliga. Dort geht alles ein bisschen lockerer zu“, schränkt der Trainer ein. Gewinnen wollen die Magdalaer Spielerinnen aber trotzdem, auch wenn in den Ligaspielen derzeit nicht alles rund läuft. Und so stört es sie nicht, wenn sie immer wieder zu dritt am Netz das Zuspiel üben sollen.

Auch das Urteil der Frauen zum ungewöhnlichen (klingt irgendwie ungewöhnlich J würde eher „bunt zusammengewürfelten“ schreiben) Team fällt positiv aus. „Wir werden von ihm gefordert und stoßen dadurch auch mal an unsere Grenzen“, stellt Stefanie Raab fest. Dadurch überwinde man auch im Training seinen inneren Schweinehund. „Oft haben wir am nächsten Tag einen Muskelkater“, berichtet Ramona Aschenbach. Die Freude am gemeinsamen Sport nimmt ihr das aber nicht.

Perfekte Trainingszeiten


Einig sind sich die Frauen auch über die Trainingszeiten. Denn freie Auswahl gibt es selten, wenn man Kinder hat und/oder arbeiten geht. Der Dienstag sei ideal. Selten stehen an diesem Wochentag andere Verpflichtungen auf dem Plan. Um 20 Uhr seien dann auch die Kinder zumeist auch schon im Bett. Schön, dass dann auch Florian Komkowski meistens nichts anderes vorhat. Falls die Arbeit dann doch mal keinen Dienstagabend zum Training ermöglicht, springt Kapitänin, Andrea Weber gern ein.

Mitmachen erwünscht

Die Volleyballerinnen freuen sich über Neuzugänge. Trainiert wird jeden Dienstag, ab 20 Uhr in der Sporthalle in Magdala.

Mehr Infos unter:

www.tsv-magdala.de oder
www.volleyball-magdala.de.tl
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1 Kommentar
13.094
Eberhard :Dürselen aus Weimar | 22.03.2015 | 19:53  
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