Sport kräftigt das Herz

Jeden Freitag trifft sich die Koronarsportgruppe zu den Übungen von Cornelia Tschögner (DLRG Weimar) im Flachwasser­becken der Weimarer Schwimmhalle. Foto: Siegfried Schmidt (Foto: Siegfried schidt)
Weimar: Schwanseestraße | Von Siegfried Schmidt

Pudelwohl im nassen Element fühlen sich jeden Freitagnachmittag Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie treffen sich in der Schwimmhalle des Weimarer Schwansee­bades zu Wassergymnastik oder zum Ausschwimmen im großen Becken. Längst haben sie erkannt, wie wohltuend körperliche Bewegung, noch dazu unter ärztlicher Kontrolle, sein kann.

Sport ist heute ein Bestandteil der Kreislauftherapie. Laufen, Wandern, Gymnastik oder Schwimmen gehören zum Trainingsprogramm für Menschen, die nach einem Herzinfarkt oder nach der Implantation eines Herzschrittmachers wieder ihre alte Leistungsfähigkeit erlangen wollen. „Gerade durch den Sport wird der Kreislauf der Patien­ten gekräftigt“, informiert Kardiologe Dr. med. Martin Stuhla aus Weimar, der als Vereinsarzt der DLRG selbst eine Trainingsgruppe Koronarsport betreut. „Diese Menschen brauchen weniger Medikamente und sind leistungsfähiger.“

Unter der Obhut von Dr. Stuhla steht eine Gruppe der Fortgeschrittenen. „Im Außenbereich des Bades trainiere ich mit ihnen Lauf- und Bewegungsübungen, die ganz wichtig für die Ausdauer sind. Anschließend ist für die Gruppe Wassergymnastik angesagt. Diesen Part übernehmen Betreuer der DLRG Weimar“, erklärt der Arzt. Vor Ort achtet er darauf, dass sich alle Mitglieder der Leistungsgruppe wohlfühlen. „Durch die ärztliche Kontrolle musste bisher keine Erste Hilfe geleistet werden“, betont Dr. Stuhla. Viele Patienten haben sich über den Koronarsport der DLRG Weimar angeschlossen, um über den Behandlungszeitraum hinaus Sport treiben können. Körperliche Bewegung ist zum echten Bedürfnis geworden.

Sport für Koronarerkrankte wird in Weimar seit über 30 Jahren angeboten. Die erste Reha-Gruppe hatte der damalige Schwimmmeister Klaus Minschke gegründet. Heute werden in der Abteilung Koronarsport der DLRG etwa140 Frauen und Männer betreut.

„Vor jeder Übungsstunde erfolgt ein Check, damit der Vereinsarzt über den Gesundheitszustand jedes Teilnehmers unterrichtet ist“, erklärt Burkhard Jenz, Vorsitzender der DLRG Weimar. Der 57-jährige Schwimmmeister nennt die Vorzüge des ­Trainings: „Die Entspannungsübungen schonen den Stützapparat und entlasten die Muskeln. Durch das Schwimmen werden gezielt spezielle Bereiche behandelt, zudem wirkt es sich positiv auf den Kreislauf aus.“ Wie Burkhard Jenz ist Andreas Zündel ausgebildeter Fach-Übungsleiter für den Koronarsport. Beide können sich auf ihr erfahrenes Mitarbeiterteam verlassen.

Training:
Die Abteilung Koronarsport der DLRG Weimar trainiert jeden Freitag von 14 bis 17 Uhr in der Weimarer Schwimmhalle.
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