Fliegen ist Teamarbeit: Flugplatz in Bad Berka besteht seit 50 Jahren

Wann? 17.05.2012 bis 19.05.2012

Wo? Flugplatz, Bad Berka DE
Freuen sich auf das Flugplatzfest: Steffen Dienst (von links), Torsten Wolf und Bernd Kaufmann, allesamt aktive Mitglieder im Fliegerclub Bad Berka - Weimar.
Bad Berka: Flugplatz | Flugsport ist etwas für Individualisten, und man muss reich sein, um abheben zu können. Zwei Vorurteile, die man in Bad Berka schnell widerlegt. Allein fünf Leute fassen mit zu, damit ein Segelflieger starten kann. „Das ist ein Mannschaftssport“, stellt Steffen Dienst klar. Er ist Vorstandsvorsitzender des Fliegerclubs Bad Berka - Weimar.

Seine Heimstatt hat der Club auf dem Bad ­Berkaer Flugplatz am Fuße des Hexenberges. Der Flugplatz wurde 1962 eröffnet. Bis 1979 durften hier die in der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) organisierten Segelflieger starten und landen, dann kam das Aus. Grenzverletzungen und Republikfluchten führten damals wohl zu dieser politischen Entscheidung.

Nach der Wende dann der Neuanfang – für den Club und den Flugplatz. Noch heute werden die alten Gebäude genutzt. Hinzugekommen ist eine Flugzeughalle. Fünf Segelflieger, zwei Motorsegler und ein Ultraleichtflugzeug gehören dem Verein und können von seinen Mitgliedern genutzt werden. „Erwachsene zahlen einen Jahresbeitrag von 275 Euro, Jugendliche die Hälfte. Hinzu kommen lediglich die Kosten für einzelne Flugstunden“, rechnet Steffen Dienst vor. Fliegen sei also ein Hobby für jedermann; die Kosten vergleichbar mit Freizeitvergnügungen wie Surfen, Skifahren oder Sportschießen. Die Flugausbildung übernehmen ehrenamtliche Fluglehrer. „Noch ein Vorteil für uns als Verein“, meint Bernd Kaufmann, der als Geschäftsführer im Fliegerclub fungiert. „Unsere Preise müssen nur kostendeckend sein.“

Das 50-jährige Bestehen des Flugplatzes wird von Donnerstag bis Samstag groß gefeiert. Ein Programm für die ganze Familie erwartet die Besucher. Angeboten werden Fallschirm-Tandemsprünge, Fahrten mit dem Heißluftballon sowie Rundflüge – unter anderem mit einer AN 2. Die Antonow gilt als größte einmotorige Doppeldeckermaschine der Welt. Die Kleinen können sich auf Kinderquads ausprobieren. Zur Abschlussparty am Sonnabend spielt „Prettygoodzero“ aus Jena. Für alle Fußballfans wird das Finalspiel der Champions-League auf Großbildleinwand übertragen. Das Fest endet mit einem Höhenfeuerwerk.

Bleibt allerdings noch ein drittes Vorurteil: Flugsport ist Männersache. Hier ist noch Überzeugungsarbeit nötig. Unter den 55 aktiven Mitgliedern des Fliegerclubs ist nur eine Frau. Aber vielleicht können die Flugtage das ändern.
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