Kinder machen Zeitung

Antonia Peukert, Albert Endter, Eric Bülling und Deborah Eichert schreiben für die Kinderzeitung „Lesefutter“.
Die Zeitung ist tot! ­Darüber kann Albert sicher nur lachen. Albert ist Redakteur – bei einem ganz besonderen Blatt. Er schreibt gemeinsam mit Deborah, Antonia, Eric und vielen anderen Grundschülern aus Weimar für „Lesefutter“ und „Der Falke“. Beide Zeitungen erscheinen im Mini-Verlag der Buchkinder Weimar, ein Projekt von Yasmina Budenz.

Seit Jahren setzt sich die Fachfrau für das geschriebene Wort dafür ein, Kindern über das eigene kreative Gestalten nachhaltig Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein zu vermitteln. Deshalb entsteht auch eine diese Zeitungen, das „Lesefutter“, an der Grundschule in Weimar-Schöndorf, die viele Kinder aus sozial schwachen Familien besuchen.
Wer eine Redaktionskonferenz der Nachwuchsjournalisten besucht, ist erstaunt, mit wie viel Ernsthaftigkeit sich die kleinen Leute über ihr ­Leben und unsere Gesellschaft Gedanken machen. Das spiegelt sich auch in ihren Zeitungen wider. Die Themen bestimmen sie selbst, Fragen für Interviews werden ausgiebig diskutiert. „Ich halte mich da bewusst im Hintergrund“, erläutert Yasmina Budenz. Derzeit bereitet sich die Redaktion auf ein Gespräch mit Thüringens Innenminister Jörg Geibert vor. Ende März reisen sechs bis acht Jungredakteure nach Erfurt. Der Interviewtermin steht schon lange fest. Ein gemeinsames Mittagessen mit dem Minister und der Besuch einer Plenarsitzung ebenso.

Das Weimarer Zeitungsprojekt hat jetzt auch bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Es wurde neben drei weiteren Projekten aus Berlin, Ahrensburg und Wangen im Allgäu für die „Goldene Göre“ nominiert, den mit 10 000 Euro höchst dotierten Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland. Ausgeschrieben wird er vom Deutschen Kinderhilfswerk.

„Rund 100 Bewerbungen hat es dafür gegeben“, sagt TV-Moderator Ingo Dubinski. Er selbst hat in der Klassikerstadt einen Film über die Buchkinder gedreht. Gezeigt wird dieser am 11. März im Friedrichstadtpalast in Berlin, wenn dort das Deutsche Kinderhilfswerk sein 40-jähriges Bestehen feiert. Zur großen Geburtstagsparty wird sich auch entscheiden, wer die „Goldene Göre“ mit nach Hause nehmen darf. „Wir sind jetzt ganz aufgeregt“, gesteht Budenz. Sie freut sich schon auf die Fahrt in die Hauptstadt. Drei Kinder werden sie begleiten.
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1 Kommentar
Simone Schulter aus Weimar | 12.03.2012 | 22:23  
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