Legefeld - Nun ist der Mai schon fast vorbei, aber...

Wann? 30.04.2012 15:30 Uhr

Wo? Legefeld, Am Dorfanger, 99438 Weimar DE
Mit einem MDR-Team am Dorfanger hinein in den Wonnemonat beim Maibaumsetzen in Legefeld
Weimar: Legefeld | Nun ist der Mai schon fast vorbei, aber wie wurde in den Wonnemonat hineingestartet?
Einige Berichte hat es dazu schon gegeben, zum traditionellen Maibaumsetzen 2012 aus verschieden Städten und Gemeinden. Und: in Weimar-West, wurde sogar erst jetzt, ein Maibaum gesetzt, wie die Medien berichteten. Doch in Legefeld, wurde dieser Part sogar von einem MDR-Fernsehteam begleitet. Somit „flatterte“ das Maibaumsetzen in Legefeld sogar über den Bildschirm. Das Thüringen-Journal berichtete kurz darüber.

Zum Ausdruck wurde hier vor allem auch gebracht, dass der Ort, an dem in Legefeld dieses Traditionsfest begangen wird, „gen Himmel stinkt“. Gemeint ist damit, dass der Festplatz am Dorfanger leider verbunden ist, mit einer „stinken Kloake“, gegen die die Legefelder schon seit Jahren ankämpfen. Doch, die Stadt Weimar hat das Projekt „Dorfteich“ bzw. „Dorfangerumgestaltung“ bisher immer wieder hinten angesetzt und andere Projekte erhielten Vorrang. So wurde z. B. auf Haushaltsmittel zugunsten des Löschteiches Gelmeroda verzichtet, oder für die Einsturz gefährdete Kirche in Tiefurt und man stellt sich immer wieder die frage: Wie lange denn noch warten oder gar erneut wegen anderer Projekte verzichten?

Dennoch lassen es sich die Legefelder nicht nehmen, auch weiterhin am Anger, dem Zentrum ihres Ortes, ihre Traditionsfeste zu begehen, wenn gleich man sich für einen solches dörfliches Zentrum schämt.
Wie lief es ab zum Maibaumsetzen?

Zuerst wurde der Baum angeliefert. Dann traten die Kinder des Grundschulchores Legefeld auf und diese schmückten die Birke dann auch mit bunten Bändern.

Es wurde selbst gebackener Kuchen und Kaffee von den Sportfrauen des SC Einheit Legefeld angeboten, genau so, wie auch dann ein Bierwagen der Ehringsdorfer Brauerei Einzug hielt und auch der Bratwurstrost angeheizt wurde. Beim Aufbau halfen vor allem die Mitglieder des SV Einheit Legefeld mit und sie waren auch für das Aufstellen des Maibaumes verantwortlich.

Um alle zu genehmigten Anmeldungen kümmerte sich die Ortsteilbürgermeisterin und einen Hoftrödel gab es sogar am Feiertag, dem 1. Mai selbst, noch mit zu erleben. Dieser Hoftrödel fand nun schon zum fünften Male anlässlich der Feierlichkeiten in den Wonnemonat in Legefeld statt und wurde erneut von den beiden Schwestern, Carola Köhler und Ingelore Schenk ausstaffiert. Sie führen diesen stets für einen guten, gemeinnützigen Zweck durch. Die Einnahmen werden aufgeteilt und kommen zur einen Hälfte der Elterninitiative von Krebs kranken Kindern in Jena und zur anderen einem Legefelder Projekt zu Gute. Ingelore Schenk, die auch Wirtin von Schenks Landgasthof ist, hat sich in diesem Jahr wiederholt dafür entschieden, das Geld erneut auf das Spendenkonto für o. g. Dorfangerprojekt zur Verfügung zu stellen. Hierfür spendete sie schon mehrmals. Kein Wunder, denn als unmittelbare auch mit Betroffene, möchte auch sie, dass die „stinkende Kloake“ im Ortskern nun auch schon recht bald der Vergangenheit angehört.
Für viel Kinderspaß zum Fest in den Mai sorgte zusätzlich noch die dann ebenso mit aufgestellte Hüpfburg und Musik kam vom Band.

Es hatte den Anschein, dass es sogar Moderatorin Stephanie Müller-Spirra und ihren Kamerakollegen vom MDR viel Freude bereitete, in Legefeld bei Maibaumsetzen mit dabei zu sein und dies dann auch mal dokumentieren zu können.

Doch auch die Legefelder fanden es ganz interessant, einmal mitzuerleben, wie aus einem Stunden langem Fernsehdreh dann kurze, ca. 3 Minuten Sendezeit entstehen. Und: wann hat man schon einmal die Gelegenheit, ein Kamerateam um sich zu haben und ihnen bei ihrer wirklich anstrengenden Arbeit über die Schultern schauen zu dürfen?

Bleibt dabei vor allem aber zu hoffen, dass selbst der Stadt Weimar durch diese THüringen-Journalsendung nicht verborgen blieb, dass es nun wirklich langsam Zeit wird, den Legefelder Dorfanger als eines der nächsten Projekte mit in Angriff nehmen zu müssen, denn ein Vorzeigeort für`s Fernsehen ist dies wahrlich nicht, so lange es hier noch diese bereits genannte „zum Himmel stinkende Kloake“ gibt…
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5 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 27.05.2012 | 18:26  
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Lydia Schubert aus Nordhausen | 27.05.2012 | 19:25  
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Karin Jordanland aus Artern | 27.05.2012 | 19:59  
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 28.05.2012 | 21:51  
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Hannelore Grünler aus Artern | 29.05.2012 | 06:10  
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