Tag der offen Tür am Vereinshaus

  Weimar: Pemsel | wieder mal was Neues......Die "FormelOst"

Zum vierten Mal lud das Trabi-Team Thüringen zum Tag der offenen Tür in sein Vereinshaus in Hottelstedt. Trotz des eher durchwachsenen Wetters folgten selbst Zweitakt-Freunde aus der Schweiz dem Ruf ins Weimarer Land.
Drei Jahre ist es her, dass das Trabi-Team Thüringen um Dieter Pemsel sein Vereinshaus in Hottelstedt am Ettersberg eröffnete, am 20. Mai 2010. Hier entstand ein Areal, auf dem Trabi-Geschichte einerseits museal wachgehalten wird. Andererseits aber auch ein Platz, auf dem die inzwischen rund 50 Mitglieder, darunter erfreulich viele junge Trabi-Fans, an ihren Fahrzeugen schrauben und die pflegen können. Stets um das Eröffnungsdatum herum, diesmal am 18.05.2013, konnten sich Neugierige bei einem Tag der offenen Tür in der Welt des Kult-Pkw umschauen - darüber hinaus auch an jedem ersten Sonntag im Monat, wenn die Tür des Vereinshauses für jedermann offen steht.

Es sind nicht nur die Fahrzeuge von Sachsenring, denen sich das Team verschrieben hat. Im rund 70 Exemplare zählenden Fahrzeugpark der Mitglieder finden sich 311er Wartburg und Barkas B1000 ebenso wie Zweiräder aus DDR-Produktion. Die Ausstellung in Hottelstedt ist seit der vergangenen Woche zudem um ein ganz besonderes Gefährt reicher. Nicht ohne Stolz konnte das Trabi-Team seinen Gästen einen Melkus-Thaßler MT 77 präsentieren - einen Formel-Easter-Rennwagen, den Experten um Ulli Melkus und Hartmuth Taßler mit einer Arbeitsgemeinschaft entwickelt und gebaut hatten. "Dieser Wagen war so gut, der war seiner Zeit um zehn Jahre voraus", weiß Dieter Pemsel. Zwar brachte es der im MT verbaute Lada-Motor auf lediglich 90 PS. Der nur 450 Kilo schwere Rennwagen brachte es damit aufgrund seiner Aerodynamik und der perfekt abgestimmten Getriebeübersetzung aber auf immerhin 250 Stundenkilometer. Von den ca.50 Melkus-Flitzern, die ab 1977 gebaut wurden, sind derzeit wohl noch ca. zwölf fahrbereit.Unter allen Gästen,Freunden waren auch Rennfahrer aus DDR Zeiten die diesen Flitzer mal Gefahren haben,sie Fachsimpelten und waren sehr Angetan über das schöne Fahrzeug.

Dass das Trabi-Team vom Ettersberg eines dieser seltenen Stück bei sich haben darf, ist augenscheinlich seinem guten Ruf zu verdanken. Jenes Exemplar, das nun in Hottelstedt parkt, gehört dem früheren Chef des Narva-Rennsportteams, Klaus Günther aus Erfurt. In den 70er Jahren war dieser selbst erfolgreicher Rennfahrer. Inzwischen 76 Jahre alt, war es Günther eine Herzenssache, dass der MT 77 in gute Hände kommt, und überließ ihn dem Trabi-Team als Dauerleihgabe.

In Hottelstedt wurde das Fahrzeug in den vergangenen Wochen technisch rundum gewartet. Zudem erhielt es ein ursprüngliches Renn-Design wieder. Ein reines Ausstellungsstück soll der MT 77 allerdings nicht bleiben. Zwar nicht mehr bei "scharfen" Rennen, aber doch bei Tradition - und Präsentationsveranstaltungen soll der Bolide auch noch bewegt werden.Auch zum Jährlichen Trabi Treffen weimar Süssenborn am 01-02 Juni kann die Sammlung besichtig werden.

Dieter Pemsel
Trabi Team Thüringen-Weimar Land e.V.


--------------------------------------------------------------------------------
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige