Geisterfahrer unter Drogen - Festnahme nach wilder Verfolgungsjagd

Das Fluchtauto (Foto: Polizei)

Nach der Festnahme eines Geisterfahrers, der sich am Montagabend (11. August) eine Verfolgungsfahrt mit mehreren Streifenfahrzeugen der Polizei bis nach Suhl geliefert hatte, sind die Ermittlungen weiter in vollem Gange.

Jetzt liegen gesicherte Erkenntnisse vor, dass der 32-Jährige auf einer Rastanlage der A 71 auf ein Streifenfahrzeug der Polizei zugefahren war, woraufhin ein Beamter von seiner Schusswaffe Gebrauch gemacht hatte. Im Bereich Suhl konnte das Fluchtfahrzeug dann endlich gestoppt werden. Insgesamt wurden drei Personen leicht verletzt. Der Sachschaden an vier Fahrzeugen beläuft sich auf mindestens 25.000 Euro.

Wie bereits berichtet, waren kurz nach 18:00 Uhr mehrere Mitteilungen zu einem Geisterfahrer eingegangen, der auf der A 70 auf der Richtungsfahrbahn Würzburg als Falschfahrer unterwegs war. Nach den vorliegenden Erkenntnissen war der 32-Jährige dann an der Anschlussstelle der A 71 in Richtung Erfurt scharf nach links abgebogen und war nunmehr auf der richtigen Fahrbahnseite mit Geschwindigkeiten von nahezu 200 km/h vor mehreren Streifenfahrzeugen der Polizei geflüchtet, die ihn ab der Anschlussstelle Münnerstadt aufgenommen hatten.

Der Skoda-Fahrer war dann auf die Rastanlage Mellrichstädter Höhe gefahren. In diesem Bereich hatte die Polizei die Ausfahrt mit einem Streifenwagen blockiert. Der Mann aus dem Kreis Donau-Ries ist jedoch direkt auf das in den Weg gestellte Dienstfahrzeug zugefahren. Mit dem Ziel, die gefährliche Weiterfahrt auf der Autobahn zu verhindern, gab einer der eingesetzten Beamten zwei Schüsse ab. Trotzdem gelang es dem 32-Jährigen, den Streifenwagen zu umfahren und seine Flucht in Richtung Erfurt fortzusetzen.

Bereits auf thüringischem Gebiet verursachte der Skoda-Fahrer einen Verkehrsunfall, wobei er einen Privat-Pkw von hinten rammte. In diesem Fahrzeug erlitten zwei Personen glücklicherweise nur leichtere Verletzungen. Auch nach dieser Kollision gab der Mann noch nicht auf und missachtete weiterhin sämtliche Anhaltezeichen der Polizei. Seine Flucht war erst im Bereich Suhl beendet, nachdem der Fahrer aufgrund der massiven Beschädigungen am Auto seine Geschwindigkeit verringern musste und dann im Zusammenwirken mehrerer Streifenfahrzeuge gestoppt werden konnte.

Der 32-Jährige wurde dann festgenommen. Ein Test ergab, dass der Mann offenbar unter Drogeneinfluss stand, was eine Blutentnahme nach sich zog. Der Führerschein wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt beschlagnahmt. Da der Fahrer einen äußerst verwirrten Eindruck machte, wurde er noch am Abend in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

Bislang steht noch nicht fest, wo der 32-Jährige als Falschfahrer auf die A 70 aufgefahren ist. Einige Autofahrer sind inzwischen bekannt, die von dem Fluchtfahrzeug gefährdet wurden. Andere Verkehrsteilnehmer, die ebenfalls in gefährliche Situationen mit dem flüchtenden Skoda Octavia gekommen sind, werden weiterhin gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried, Tel. 09302/910-0, zu melden.
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