Agate ist der Star am Set – und in der ZDF-Neuverfilmung der Goldenen Gans

Agate, die goldene Gans.
 
Agate kommt zum Drehort, mit ihrem Trainer Dietmar Telligmann im Schlepptau.
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Märchenhafte Drehorte: Auf Schloß Burgk, in Kloster Veßra und Tambach-Dietharz wird die Goldene Gans neu verfilmt

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Sie ist gerade einmal sechs Jahre alt und heißt Agate. Doch sie ist der Star am Set. Schließlich spielt sie ja auch die Hauptrolle in der Neuverfilmung von Grimms Märchen „Die Goldene Gans“. Und in den Drehpausen oder wenn Regisseur Carsten Fiebeler („Sushi in Suhl“) die Gans gerade einmal nicht benötigt, weil er mit den anderen Darstellern und den etwa hundert Statisten arbeitet, zieht sich Agate auf das eigens für sie eingerichtete Strohnest im Innenhof der Burg zurück. Völlig unbeeindruckt vom Trubel der Drehabreiten, denen sie ihr Hinterteil zudreht. Auch den neugierigen Fotografen zeigt sie zum Pressetermin die kalte Schulter.

Doch wenn Agate für die nächste Einstellung benötigt wird, folgt sie dem Tiertrainer Dietmar Telligmann aufs Wort. Äußerst professionell, schließlich ist sie ja auch eine „filmerfahrene“ Gans. Während Carsten Fiebeler noch letzte Regieanweisungen für die nächste Einstellung gibt, läuft Agate wie selbstverständlich zu den Schauspielern und Statisten. Ihren Kollegen sozusagen. Mit denen steht die große Szene auf dem Plan: Der Einzug aller, die der goldenen Gans ans Leder wollten beziehungsweise ans goldene Gefieder, in den Innenhof des Schlosses. Denn die Gierigen sind alle am Dummling kleben geblieben, der die goldene Gans auf seinen Armen trägt, und müssen ihm in einer langen Schlange folgen. Was wiederum die traurige Prinzessin, die nicht lachen kann oder will, schließlich doch zu einem herzhaften Lachen hinreißt.

Diese Einstellung ist das große Finale der Goldenen Gans, die das ZDF in einer von der MDM geförderten Koproduktion mit der Kinderfilm GmbH derzeit neu verfilmt. Die Szene wurde gleich an den ersten Drehtagen auf Schloß Burgk gedreht. „Wir arbeiten die Handlung von hinten nach vorne ab“, sagt Regisseur Carsten Fiebeler lachend. Gedreht wird noch bis zum 21. August, nach Burgk nun auch in Kloster Veßra und Tambach-Dietharz. „An märchenhaften Schauplätzen in Thüringen, das ja neben Hessen das Mutterland des deutschen Märchens ist“, ist ZDF-Redakteurin Dr. Irene Wellershoff begeistert. Sendetermin ist der Nachmittag des 24. Dezember – an Heiligabend 2013 können die Zuschauer dann Jeremy Mockridge („Die wilden Hühner“) in der Hauptrolle des liebenswerten Dummlings, Jella Haase („Die Kriegerin“, „Tatort: Puppenspieler“) als traurige Prinzessin, Ulrike Krumbiegel (u.a. „Bloch“) als gestrenge Hofdame Edeltraut sowie Ingo Naujoks (u.a. „Tatort“) als ihren Bruder König Eduard sehen.

Und natürlich Agathe, die sich für die Dreharbeiten ein goldenes Gefieder angelegt hat. Na gut, so richtig golden ist es nicht, eher gelb. Doch die Färbung der ansonsten weißen Legegans ist schon erstaunlich. „Agate badet jeden Tag in Wasser, dem ich etwas Rivanol zusetze. Das ist eigentlich eine Salbe zur Wundbehandlung bei Pferden, macht aber auch das Gefieder beim Geflügel gelb“, sagt Dietmar Telligmann, der in Eilenburg eine Tierschule betreibt. Futterzusätze, damit die Federn golden werden, gebe er der Gans nicht, versichert der Tiertrainer. Den goldenen Glanz, den Glamour sozusagen, erhält das Gefieder von Agate später bei der Filmbearbeitung am Computer.

Aus der Presseinfo der Produktionsfirma: Das Märchen nach den Brüdern Grimm (Buchfassung: Anja Kömmerling, Thomas Brinx) wird noch bis
21. August an malerischen Schauplätzen Thüringens – neben Schloss Burgk auch in Kloster Veßra und Tambach-Dietharz – von Regisseur Carsten Fiebeler („Sushi in Suhl“) in Szene gesetzt. Die am Ufer der Oberen Saale gelegene mittelalterliche Burganlage im Saale-Orla-Kreis bietet eine einmalige Kulisse, wird jedoch erstmalig seit den 80er Jahren wieder Schauplatz einer Spielfilmproduktion. Filmteam und Schauspieler sind begeistert von der Aura der historischen Gemäuer und der reizvollen Umgebung!

Die Hauptrolle des liebenswerten Dummlings, der mit der Goldenen Gans die traurige Prinzessin zum Lachen bringen will, spielt Nachwuchstalent Jeremy Mockridge. Dem jungen Publikum ist er aus den Kinoabenteuern der „Wilden Hühner“ bestens bekannt. Jella Haase („Die Kriegerin“), ausgezeichnet mit dem Günter-Strack-Nachwuchspreis für ihre Rolle im „Tatort: Puppenspieler“, verleiht der traurigen Prinzessin Gestalt. Als gestrenge Hofdame Edeltraut wird Ulrike Krumbiegel (u.a. „Bloch“) ihrem Bruder König Eduard, gespielt von Ingo Naujoks (u.a. „Tatort“), bei den Regierungsgeschäften und der Erziehung seiner Tochter zur Seite stehen.

Übrigens: Dass der Dummling gar nicht dumm ist, dürfte eigentlich jedem klar sein. In der ZDF-Neuverfilmung heißt er übrigens "Till" - das wird aber erst ganz am Ende des Filmes verraten. In dem DEFA-Film aus dem Jahre 1964 heißt der Dummling Klaus und wurde von Kaspar Eichel gespielt. Diese fast 50 Jahre alte Verfilmung hat außer Regisseur Carsten Fiebeler ("als echtes Ost-Kind") und Jeremy Mockridge nach eigenen Aussagen keiner der aktuellen Filmcrew gesehen.
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