"Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen", Jennifer Teege liest aus ihrem Buch

Wann? 31.03.2014 19:00 Uhr

Wo? Buchhandlung "Bücherwurm", Am Markt 2, 07973 Greiz DE
Greiz: Buchhandlung "Bücherwurm" | .

Von Harald Seidel

In der Reihe "Prominente im Gespräch – Begegnungen" stellt Jennifer Teege am Montag, 31. März 2014, um 19.00 Uhr, ihr autobiographisches Buch „Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen“ in der Greizer Buchhandlung "Bücherwurm" vor.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und dem Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Ihre Haut ist dunkel, sie hat in Israel studiert.
Weil sie im Kinderheim und bei Adoptiveltern aufwuchs, entdeckt Jennifer Teege erst mit 38 Jahren durch Zufall ihr Familiengeheimnis: sie ist die Enkelin des KZ-Kommandaten von Krakau-Plaszów, Amon Göth, bekannt aus Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“. Göth war verantwortlich für den Tod tausender Menschen und wurde 1946 gehängt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord.

Jennifer Teege selbst ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Jetzt ist sie mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen lässt. Wie kann sie ihren jüdischen Freunden noch unter die Augen treten? Was soll sie ihren eigenen Kindern erzählen?
„Mein Großvater war ein Psychopath, ein Sadist. Er verkörpert all das, was ich ablehne. Was muss das für ein Mensch gewesen sein, dem es Freude macht, andere Menschen möglichst einfallsreich zu quälen und zu töten? Ich finde keine Erklärung dafür, warum er so wurde“ (Jennifer Teege).

Ein wichtiges, notwendiges und aussagekräftiges Buch, und das gerade jetzt, hier und heute. Eine bewegende Reise in die Vergangenheit und zurück in unsere Gegenwart. Jennifer Teege stellt am Montag, dem 31. März 2014 um 19.00 Uhr ihre Familiengeschichte in der Buchhandlung „Bücherwurm“ Greiz, Markt 2 vor. Das Publikum hat hier die Möglichkeit, das Buch zu erwerben und sich von der Autorin signieren zu lassen.

Jennifer Teege, geboren 1970, ist, wie schon gesagt, die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit vier Wochen wurde sie in ein katholisches Kinderheim gebracht und mit sieben Jahren wurde sie zur Adoption freigegeben. Sie hat vier Jahre in Israel gelebt und dort studiert. Seit 1999 arbeitet sie als Texterin und Konzeptionerin in der Werbebranche. Jennifer Teege lebt und wohnt heute in Hamburg.
Die Lesung wird zudem unterstützt von Thüringens Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige