„Aphrodite“ für einen guten Zweck: Benefizveranstaltung der Theatergruppe Lichtenberg im Wurzbacher Hammersaal

Wann? 23.02.2013 19:00 Uhr

Wo? Hammersaal, Lehestener Straße, 07343 Wurzbach DE
Bei den Vorstellungen der Theatergruppe Lichtenberg geht es äußerst turbulent zu. (Foto: Theatergruppe Lichtenberg)
 
Hans-Jürgen Vincenz (l.), Bürgermeister Jan Schübel und Wolfgang Bauer (r.) von der Karnevalsgesellschaft "Grün-Gold" zeigen vor der Sponsorenwand im Rathaussaal das Plakat für die Benefizveranstaltung am 23. Februar im Hammersaal.
Wurzbach: Hammersaal | Dass er einmal Theateraufführungen in seiner Heimatstadt organisieren würde, hätte Hans-Jürgen Vincenz selbst nie für möglich gehalten. Doch nun kommt die Theatergruppe Lichtenberg bereits zum dritten Mal nach Wurzbach, und initiiert hat das der 56-Jährige, der im "wahren Leben" als Sanitärinstallateur arbeitet. "In Vorbereitung und Organisation der Aufführungen waren und sind mehrere engagierte Bürger, Spender und Sponsoren involviert", wehrt der Organisationschef bescheiden ab. Doch dass es überhaupt zu den Gastspielen der Lichtenberger kommen konnte, dafür ist Hans-Jürgen Vincenz verantwortlich. Genau genommen seine Frau Christine.

Das Ehepaar besucht seit 2006 jedes Jahr die Vorstellungen der fränkischen Theatergruppe in Bad Steben und Lichtenberg. "Das erste Mal haben wir das Stück ‚Natur pur' gesehen", erinnert sich Hans-Jürgen Vincenz. "Das war so schön und lustig, das wäre doch auch etwas für unsere Stadt", hat der Wurzbacher schon damals gedacht. Zur Aufführung der Komödie "Polnische Wirtschaft" 2010 in Lichtenberg habe ihm seine Frau animiert, doch einfach einmal anzufragen, ob die Truppe auch nach Wurzbach kommen würde. "Christine stieß mich während der Vorstellung mit dem Ellenbogen an und sagte, ich solle das Ensemble doch einfach einmal einladen", schildert Hans-Jürgen Vincenz die Situation. Er ging dann in der Pause zum Regisseur Günther Scholz und fragte nach. Der Lichtenberger habe gleich zugesagt, dass sie gern in Wurzbach spielen würden, ohne Gage für einen guten Zweck. Direkt nach der Aufführung gab Scholz dem Publikum bekannt: "Das nächste Mal spielen wir in Wurzbach!" Vincenz musste zu ihm auf die Bühne, um sich selbst und seine Heimatstadt vorzustellen.

Wieder zuhause, suchte er Verbündete und fand diese in der Karnevalsgesellschaft "Grün-Gold" sowie zahlreichen weiteren Helfern. Ein Organisationsteam wurde gegründet, Plakate gedruckt und die Werbetrommel gerührt. Am 11. März 2011 schließlich spielte die Lichtenberger Theatertruppe erstmals im Hammersaal. "Liebe? - Alles nur Chemie!" hieß das Stück, das über 200 begeisterte Zuschauer verfolgten. Die Einnahmen wurden für die Modernisierung der Sanitäranlagen im Hammersaal verwendet. Das zweite Gastspiel voriges Jahr - "Keine Regel ohne Ausnahme" - sahen schon über 300 Wurzbacher. Dieses Jahr nun soll der Hammersaal voll werden, wenn die Lichtenberger am 23. Februar 19 Uhr das Stück "Aphrodites Zimmer" geben. In der turbulenten Komödie von Walter G. Pfaus geht es um ein Ehepaar, das seine Silberhochzeit in dem Hotel feiern will, in dem es bereits die Flitterwochen verbracht hatte. Dumm nur, dass die Geliebte des Ehemannes auch im Hotel ist - im Zimmer nebenan, hinter der Verbindungstür …

Der Vorverkauf für die Aufführung läuft bereits auf Hochtouren, Tickets gibt es in der Stadtinformation Wurzbach, Restkarten an der Abendkasse. Der Erlös kommt übrigens genau wie voriges Jahr dem neuen Spielplatz in Wurzbach zugute. Der soll in diesem Frühjahr am Festplatz entstehen. Für den Bau und die Spielgeräte haben übrigens bereits zahlreiche Bürger, Unternehmen und Einrichtungen gespendet. Über 18000 Euro sind schon auf dem Spendenkonto. Das Geld vom Gastspiel der Lichtenberger, die erneut auf ihre Gage verzichten, kommt noch dazu. Das sollte ein zusätzlicher Grund sein, "Aphrodites Zimmer" zu besuchen. "Wir schicken keinen zurück", verspricht Hans-Jürgen Vincenz.
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