Außergewöhnlich ehrenamtlich engagiert – Stadt ehrt „Neu-Greizer“

Reinhilde Machalett und Dr. Klaus Machalett wurden von der Stadt Greiz für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement geehrt.
Ganz besonders freue es ihn, dass „Sie als herausragende Förderer und Liebhaber vogtländischer Kultur nun auch Bürger unserer Stadt Greiz sind“, hob Bürgermeister Gerd Grüner hervor, als er Reinhilde Machalett und Dr. Klaus Machalett zum Jahresempfang der Stadt für deren ehrenamtliches Engagement dankte. Das Ehepaar hatte voriges Jahr der Kreisstadt über 600 zeitgenössische Werke regionaler Künstler als Schenkung überlassen. um diese Sammlung ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie allen Gästen nicht nur präsentieren zu können, sondern in ihrer Gesamtheit zu erhalten. Die Schenkung habe laut Grüner einen Gutachterwert von mehreren zehntausend Euro.

Für Reinhild und Klaus Machalett, die in Hohndorf an der „Landesgrenze“ zu Sachsen leben, ist die nunmehrige Zugehörigkeit ihres Ortes seit dem 1. Januar zu Greiz nur logisch. "Ich wurde in Hohndorf geboren und ging hier in die Volksschule. In Elsterberg habe ich die Mittelschule besucht, in Plauen eine Lehre absolviert und in Greiz als Assistenzarzt gearbeitet“, so Dr. Machalett. Die Ostthüringer Kreisstadt sei das Kulturzentrum der Region und nicht zuletzt stammt seine Frau Reinhilde aus Greiz. 1975 haben sie geheiratet.

Da hatte der Arzt schon längst den Grundstock für seine umfangreiche Kunstsammlung gelegt. Ab 1969 trug Dr. Machalett zunächst Aquarelle seines Zeichenlehrers Friedrich Degenkolb aus Hohndorf und Zeichnungen seines Elsterberger Kunstlehrers Erhard Dietzsch zusammen. Schnell nahm die Sammlung ungeahnte Dimensionen an. Regionale Künstler wie Horst Sakulowski, Bernd Hieke, Peter Zaumseil, Klaus Tiller, Hubertus Blase und Wolfgang Dreßler fanden darin Aufnahme. Aber auch Werke überregional namhafter Maler wie Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer aus der "Leipziger Schule" konnte Dr. Klaus Machalett erwerben. Wie umfangreich die Sammlung im Laufe der Jahrzehnte geworden war, davon ahnte viele Jahre wohl nicht einmal seine Frau Reinhilde etwas.

Mit dem Eintritt in den Ruhestand vor sechs Jahren war klar, dass die Hausarztpraxis nicht mehr als Magazin und Ausstellungsort dienen kann. Als Zwischenlösung wurden die Bilder im Dezember 2007 in der ehemaligen Hohndorfer Schule eingelagert. Im März 2011 schließlich übergab Familie Machalett ihre Kunstsammlung den Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz.

In ihrer neuen Heimatstadt ist das Ehepaar auch im „Freundeskreis der Sammlungen des Sommerpalais zu Greiz e. V.“ und im „Förderverein Oberes Schloss Greiz e. V.“ engagiert. Zudem öffnen beide seit vielen Jahren schon wöchentlich ihr historisch-medizinisches Kabinett in der Carl-Schillbach-Villa im Gartenweg. Hier präsentieren die Machaletts medizinische Apparaturen, Objekte und Literatur und geben einen Einblick in die Geschichte der Medizin. Für dieses kleine Museum rührte das Ehepaar nach ihrer Ehrung vorige Woche die Werbetrommel: „Besuchen Sie uns hier, jeder Gast ist herzlich willkommen!“
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