Bauauschuss besichtigt Grünen Salon

Frank Kanis (r) gibt Auskunft zur Restaurierung
Greiz-Unteres Schloss.
Zu einer informativen Besichtigung versammelte sich der Bauauschuss im Grünen Salon im Unteren Schloss. Vom Ingenieur-Büro Seiffert - Architekten und Ingenieure, erläuterte Mitarbeiter Frank Kanis den Mitgliedern die wichtigsten gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse bei der Restaurierung des Grünen Salon.
Begünstigt durch historische Fotos und Fundstücke wurden viele Details im Raum dem Originalzustand angepasst bzw. neu geschaffen. Durch den früheren Einbau einer Zwischendecke und dem Umbau zur Heimatstube 1929, waren die Deckenbemalungen viele Jahre verdeckt und für die Restaurierung gut erhalten. So konnte auch die Kaminumrandung wieder vollständig hergestellt werden. Der neu angefertigte dekorative Kamin ist eine Spezialanfertigung ohne Kaminanschluss durch die Mohlsdorfer Steinmetzwerkstatt Alexander Brock und seinen Mitarbeitern. Um den Kamin möglichst originalgetreu zu gestalten, half den Handwerkern historische Funde, Abdrücke im Fundament und ein historisches Foto auf dem der Kamin von der Seite abgebildet war.
Frank Kanis berichtete weiter, vieles von der ehemaligen Raumausstattung wurde im Keller und auf dem Dachboden im Unteren Schloss wieder gefunden und dem Grünen Salon zugeordnet. Darunter war auch der Deckenleuchter und zwei seitlich angebrachte Lampen über den mit Holzschnitzereien verzierten Wänden über den Türen. Die fehlenden Wandleuchten müssen in handwerklicher Arbeit neu erstellt werden. Hinter den Holzvertäfelungen fand man Rohrleitungen, die darauf schließen lassen, das die Räumlichkeiten zu erst mit Gaslicht erhellt wurden.
Die gesamte Fußbodenvertäfelung wurde abgeschliffen und wird mit einer Spezialbehandlung versiegelt. Das war auch der Grund warum die Bauauschussmitglieder sich nur auf einem mit Papier abgedeckten schmalen Streifen bewegen konnten. (Für den Fotografen wurde das Betreten der übrigen Fläche in Socken erlaubt).
Hinter einem Türrahmen wurden Reste der Stofftapete bestehend aus Baumwoll- und Seidenfäden gefunden. Nach aufwendigenn Recherchen konnte das Muster für die neu zu webende Tapete angelegt werden und wird in den kommenden Tagen auf die Wände bespannt.
Mit einer bearbeiten Holzfläche dokumentierte Frank Kanis am Sockel den alten und restaurierten Zustand der Vertäfelung. Die Holzbildhauer verstanden es, durch den Einsatz verschiedener Holzarten farblich angelegte Kontraste in ihre kunstvolle Schnitzereien einzubringen.
Ein übergroßer Spiegel mit wunderschönen verzierten Rahmen wird die Aufmerksamkeit der Besucher besonders auf sich lenken. Heizelemente wurden im Bereich der Fenster im Fußboden eingebaut.
Bis zur Eröffnung des Grünen Salon noch vor dem Weihnachtsfest 2012 haben alle Beteiligten noch reichlich zu tun.
Nach Abschluss der Arbeiten sind die fürstlichen Räume zusammenhängend in ihrer Anlegung restauriert.
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4 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 08.11.2012 | 22:12  
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Renate Jung aus Erfurt | 09.11.2012 | 01:05  
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Joachim Kerst aus Erfurt | 09.11.2012 | 11:51  
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Dieter Eckold aus Zeulenroda-Triebes | 09.11.2012 | 20:21  
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